Fertighaus Vergleich - Die Qual der Wahl

9. November 2020
Die Entscheidung für ein Fertighaus ist aufgrund der Fülle von Anbietern nicht einfach. Kriterien für die richtige Wahl sollten nicht nur Preis und Aufbauzeit des Hauses sein. Doch woran erkennt man ein gutes Fertighaus? Gibt es Testverfahren innerhalb und außerhalb der Branche und sind diese für den Kunden nachvollziehbar? Wir zeigen Tests von Focus Money und N-TV, welche Gütesiegel es gibt und liefern erste Anhaltspunkte für die richtige Entscheidung.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de
FertighäuserFertighaus Test & Vergleich

Fertighaus Test & Vergleich: wie man einen guten Anbieter erkennt

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Der Fertighaus Test von N-TV

Den aktuellsten Fertighaus Test hat N-TV zusammen mit dem Deutschen Institut für Servicequalität im März 2013 durchgeführt. Dort legte man den Fokus insbesondere auf die Beratungsqualität vor Ort.

Die Serviceleistungen per Telefon und Email sowie die Informationsqualität auf den Unternehmenswebseiten und postalisch versandten Broschüren waren weitere, wenngleich nicht so stark gewichtete Testkriterien im Fertighaus Vergleich.

Die meisten Fertighausanbieter schnitten demnach bei der Beratung vor Ort gut ab und man nahm sich ausreichend Zeit für die Planungen der Kunden, wenngleich es stellenweise Mängel gab, wenn es darum ging, Bauvorhaben individuell anzupassen. In Sachen Telefon- und Emailberatung war das Ergebnis vom Fertighaus Test eher durchwachsen und es wurde bei vielen Anbietern Verbesserungsbedarf diagnostiziert.

Die Testsieger waren in diesem Test Schwörer Haus auf Platz 1, gefolgt von FingerHaus auf dem zweiten und WeberHaus auf dem dritten Platz. Den vollständigen Test mit der Ergebnistabelle und einem weiterführenden Video finden Sie hier auf den Seiten von N-TV.

Der Fertighaus Vergleich bei Focus-Money

Auch die Redaktion von Focus-Money hat sich 2012 zusammen mit dem Kölner Marktforschungsunternehmen ServiceValue GmbH mit dem Thema Fertighaus Test befasst. Dort kamen die Kunden von Fertighausanbietern selbst zu Wort. Sie beantworteten Fragen rund um die Servicequalität in sechs Kategorien: Produktleistung, Beratung, Preis-Leistungsverhältnis, Kundenkommunikation, Service und Nachhaltigkeit. Die Sieger aller Kategorien vom Fertighaus Test und eine Aufschlüsselung nach den besten Plätzen jeder Unterdisziplin finden Sie entweder als PDF hier auf den Seiten Baufritz oder in Ausgabe 45/2012 von Focus Money.

Gütesiegel für das Fertighaus: RAL Gütezeichen & QDF-Gütesiegel

Ein gutes Fertighaus besteht aus hochwertigen Materialien. Das RAL- Gütezeichen Holzhausbau besagt, dass die Fertighausproduktion und Montage regelmäßig kontrolliert werden. Die Produkte mit diesem Prüfsiegel müssen bestimmte Eigenschaften und Leistungen erfüllen. Das bedeutet, es geht um Stabilität, Statik und allgemeine bauliche Produkteigenschaften Ohne den Nachweis der Gütesicherung darf keine Baugenehmigung für Häuser im Holztafelbau erteilt werden. Hierzu finden Sie weitere Informationen zum Fertighaus Vergleich auf den Seiten der Bundes-Gütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser e.V. (BMF).

Weitere RAL- Gütezeichen kennzeichnen die Niedrigenergiebauweise oder Fenster und Haustüren. Das RAL-GZ-965 ist eine Kennzeichnung mit Patent für Gebäude mit besonders hoher energetischer Qualität. Verliehen wird dieses Gütezeichen stets von einem unabhängigen und von der Gütegemeinschaft bevollmächtigten Güteprüfer. Bei der RAL- Gütesicherung von Fenstern und Türen muss eine gleichbleibende Qualität, die für alle gültigen Rahmenmaterialien in allen erdenklichen Ausführungen und Größen sichern sowie ein günstiges Preis- Leistungsverhältnis durch eine lange Lebensdauer garantieren.

Weitere RAL-Gütesiegel erstrecken sich über die gesamte Produkt- und Materialauswahl für ein Fertighaus. Sanitäreinrichtungen, Rohrleitungen, Bauelemente aus Stahlblech, sowie Bausicherungen im Dachbau in Bezug auf witterungs- und strömungsdichte Hüllen. Grundsätzlich sollte auf das RAL-Gütezeichen auf der gesamten Produktpalette des Fertighausherstellers geachtet werden.

Branchenintern gibt es weiterhin das QDF Gütesiegel der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (einer Idee des BDF - Bundesverband Deutscher Fertigbau). Die zugehörigen Unternehmen lassen sich freiwillig von unabhängigen Sachverständigen regelmäßig auf die Einhaltung der selbstverpflichteten Standards prüfen. Das Siegel wird immer nur für ein Jahr verliehen.

DIN-Normen und ISO- Normen im Fertighaus Qualitätsvergleich

DIN- Normen sind die in Deutschland übliche Normung für Hersteller, Handel, Verbraucher und Handwerk. DIN- sowie ISO - Normung dient einem gesicherten Standard, insbesondere im Baugewerbe um sicherzustellen dass der Bauvorgang sowie die verbauten Materialien nach bestem Gewissen den neuesten und guten Standards entsprechen.

Bei verbautem Holz ist zusätzlich auf ein FSC-Siegel zu achten. Dieses sagt aus, dass es sich um Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung handelt. Die Kennzeichnung beruht auf Prinzipien und Kriterien, die soziale Belange als auch ökonomische Ansprüche berücksichtigen.

Fertighaus Test - Unabhängige Testverfahren nachvollziehbar?

Neben den üblichen bauamtlichen Tests und Gütesiegelverfahren ist es für den Kunden oft nicht leicht zu überschauen, welcher Fertighaushersteller für ihn der Beste ist. Oftmals kann es sich bei "Testsiegern" in einschlägigen Fachmagazinen um Gefälligkeitsgutachten handeln, die jedoch von keiner offiziellen Kommission vergeben wurde.

Die Tests der offiziellen Prüfinstitute sind sehr teuer und werden demnach nicht von allen Herstellern eingesetzt. Dem Kunden obliegt nun, ob er darauf Wert legt. Nicht alle Hersteller ohne Prüfsiegel fertigen schlechte Häuser. Und selbst Fertighaus Testsieger müssen nicht der optimale Partner für den jeweiligen Kunden sein. Um eine gewisse Absicherung im Standard der Materialauswahl zu haben, sollte auf die gängigen Prüfsiegel jedoch geachtet werden.

Mit unserer Fertighausberatung erhalten Sie schnell und unkompliziert Kontakt zu Fertighausherstellern.

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Ich möchte dieses Jahr mein Haus sanieren und ein Effizienzhaus daraus machen. Eine Frage zur Belüftung: Da mein Haus ja winddicht saniert werden soll und ich keine Lüftungsanlage einbauen möchte, würde ich gern wissen ob diese Fensterfalzlüfter ok sind bzw. welche Fensterbelüftung vom Preis/Leistungsverhältnis ( die auch von der KfW akzeptiert werden ) Sie mir empfehlen würden.
Antwort von Ing.-Büro Prof. Dr. Loose GmbH

Fensterfalzlüfter sind passive Elemente und arbeiten naturgemäß nur, wenn zwischen Innen- und Außenraum eine Druckdifferenz besteht. In der Regel benötigen Sie zu den Fensterfalzlüftern also auch einen Ventilator der die verbrauchte oder feuchte Luft aus dem Gebäude absaugt. Nur so können Sie sicherstellen, dass die gewünschten Luftmengen tatsächlich bei jeder Witterung abtransportiert werden.
Näheres regelt die DIN 1946-6 (Lüftungskonzept)

Schimmelprobleme in KfW 70 - Effizienzhaus ohne Lüftungsanlage

Wir haben ein Haus mit KfW70 bauen lassen, wobei der Wert von n50 = 0,51 1/h mittels des Blower-Door-Tests ermittelt wurde. Das Haus hat keine Lüftungsanlage (der Bauträger hatte keine im Angebot gehabt und hatte der Einbau einer Lüftungsanlage nie in Diskussion gebracht). Darüber hinaus bekommen wir immer und wieder Schimmel an den gleichen Stellen. Kann der sehr niedrige Wert des n50 und die fehlende Lüftungsanlage die Begründung für die Schimmelbildung sein? Ist es gesetzlich vorgeschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Lüftungsanlage erforderlich wäre?
Antwort von Sachverständigenbüro Raffel

Ja, unter 0,6 liegen sie mit dem Wert im Passivhaus Bereich! Unter 0,5 hätte eine Bemerkung in das Protokoll gemusst, das der Mindestluftwechsel von 0,5 eingehalten werden muss.
Man sollte jetzt den damaligen EnEV-Nachweis prüfen! Diesen dann vergleichen mit dem jetzigen Zustand.
Dann auf die suche gehen, warum an den bestimmten Stellen immer Schimmelpilz auftritt.

Muss nach Änderungen an der Fassade eine Dämmung nach EnEV erfolgen?

Ist es korrekt, dass nach Änderungen an der Fassade (hier Fenstertausch) über einem bestimmten Prozentsatz eine Dämmung nach ENEV erfolgen muß? Wann ja, wie hoch ist der Anteil? Ist das je nach LBO verschieden geregelt?
Antwort von Dipl. Ing. Architekt W.Gattinger

Die Energieeinsparverordnung (EnEV)ist eine Bundesverordnung und hat Gesetzescharakter. Wenn Sie alle Fenster getauscht haben ist das in Ordnung. Sie müssen die Fassade nicht dämmen. Es ist nur darauf zu achten dass die Fenster nicht einen höheren Dämmwert als die Fassade haben sonst kann sich Schimmel bilden. Dann wäre eine Dämmung der Fassade technisch erforderlich. Ich hoffe, dass Sie ihre Fensterfirma hier beraten hat, sonst wäre sie für den Mangel verantwortlich. Neben bei sei noch erwähnt dass der Austausch der Fenster vor der Fassadendämmung allerdings konstruktive Nachteile bei deren Ausführung bringt, da hier kein optimaler Anschluss an das Fenster mehr hergestellt werden kann. Es ist allerdings unbedingt geboten sich vor der Ausführung von einem Fachmann beraten zu lassen. das kann ein Architekt sein, aber kein Handwerker, der kein Energieberater ist. Die Beratung durch einen beim BAFA zugelassenen Energieberater wird mit der Übernahme von 60% der Kosten gefördert.

KfW Kredit für Programm 155 hier noch nachträglich möglich?

Wir haben im August ein Haus gekauft und im Herbst mit der Renovierung begonnen. Zunächst wurde einige Abbrucharbeiten durchgeführt. Parallel dazu wurde die Planung für den Ausbau druchgeführt. bei den Planungen hat sich ergeben, dass wir nach der Renovierung ein KFW 155 Haus erreichen können und dieses jetzt auch anstreben. Bisher wurde noch nicht mit energetischen Maßnahmen begonnen, da die finale Planung dafür jetzt erst fertig gestellt wird. Können wir für den Ausbau jetzt noch einen KFW-Kredit (KFW-155) beantragen, obwohl das Haus im Auguast 2018 gekauft (und finanziert wurde)? Oder ist jetzt nur noch die Beantragung von Förderungen möglich?
Antwort von Planungsbüro für energieeffiziente Gebäude, Dipl. Ing. Jürgen Nader

Das Programm 155 kenne ich zwar nicht. Sie meinen bestimmt das Programm 430 (Zuschuss) oder 151/152 (Kredit) und dann
eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.
Solange da noch nicht mit den Artbeiten begonnen wurde, kann man das noch beantragen.
Ich empfehle dringend, schnell einen KfW-Sachverständigen einzubinden.

Neubau mit Gasbrennwert und Solarthermie - lohnt sich die Solarthermieanlage hier?

Für einem Neubau mit 130qm und einem Energiebedarf von 57 kWh/qm*a ergibt sich ein Jahres-Energiebedarf von ca. 7.500 kWh. Bei einem Gasbrennwertsystem mit Solarthermie für WW und Heizung entstehen für die Solarthermie Mehrkosten von ca. € 5.000. Einsparung mit Solarthermie liegt "optimistisch" bei 30%. Die Kosten p.a. für 7.500kWh mit €0,07/kWh Gaspreis liegen bei € 525. Ersparnis 30% = € 157 p.a. Warum sollte ich € 5.000 investieren wenn es 32 Jahre dauert bis es sich amortisiert. Dabei wurden noch nicht einmal die Betriebs- und Reparaturkosten einbezogen.
Antwort von Energieberatung GeBS Ingenieurbüro

Bei EEWG- Bund ist vorgeschrieben das wir im Neubau 50 % von Wärmebedarf mit Erneuerbaren Energien abdecken müssen. Ea gehts nur mit Biomasse Anlage oder mit Wärmepumpen. BW Kessel mit Solaranlage reicht nicht.

Brauche ich als Bauherr einen Durchbruchsplan bzw. Leitungsplan?

Brauche ich als Bauherr einen Durchbruchsplan bzw. Leitungsplan (Elektro und Heizungsplan) für die Baugenehmigung bzw. kurz danach vor dem Baubeginn oder doch nicht und die ausführende Firma (Heizungsbauer, Elektriker, Sanitärfirma) macht die Pläne beim Begehen des Rohbaus selber und besser ? was macht Sinn zu machen? Auf dieser Seite geht es nicht klar hervor ob man beim EFH die Pläne als Bauherr doch machen lassen muss bevor man anfängt zu bauen oder doch nicht... danke sehr zumindest bin ich nicht durchgedrungen um es 100% zu wissen
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Baurechtlich bestehen diesbezüglich keine Anforderungen/ Notwendigkeiten.
Aus wirtschaftlicher Sicht sollte man jedoch auf eine fachgerechte Anlagendimensionierung Wert
legen.
Die Kosten für einen spezialisierten TGA Planer für EFH sind mit ~ 1T€ sicherlich gering.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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