Fertighaus als Energiesparhaus bauen? Gute Idee!

1. März 2021
Grundsätzlich ist heute erst einmal jedes Fertighaus im Vergleich zu früheren Zeiten ein "Energiesparhaus". Die Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) macht klare Vorgaben zum maximalen Energieverbrauch von Neubauten. Aber der Mindeststandard lässt sich natürlich übertreffen und wer ein Fertighaus als Energiesparhaus mit besonders hoher Energieeffizienz plant, kann auf finanzielle Zuschüsse hoffen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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Das Fertighaus als Energiesparhaus

© Tobif82 - Fotolia.comDas Wort "Energiesparhaus" ist natürlich ein etwas schwammiger Begriff, der sich nur schwer erfassen lässt. Eine gängige Methode ist, den Energiebedarf eines Gebäudes zu erfassen.

Wie viel Energie eine Immobilie benötigt, beschreibt der Primärenergiebedarf (inklusive der nötigen Energie für die Gewinnung / Transport), wie ihn auch die KfW als Förderkriterium (dazu weiter unten mehr) benutzt. Die Energieeffizienz eines Energiesparhauses entsteht nicht zuletzt durch die Dämmung des Hauses.

Je geringer der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von Bauteilen ist, desto besser bleibt die Wärme im Haus und desto niedriger ist auch der Primärenergiebedarf, denn das Haus benötigt nicht so viel Wärmeenergie. Aus diesem Grund definiert die EnEV unter anderem maximale U-Werte für ein Referenzhaus, aus denen sich maximal zulässige Werte für Neubauprojekte errechnen lassen. Auch die Heizung des Fertighauses hat natürlich einen maßgeblichen Einfluss auf den Primärenergiebedarf eines Gebäudes: eine Pelletheizung mit Solarunterstützung schlägt sich beispielsweise vorteilhafter nieder als eine Ölheizung. All diese Faktoren sollten in die Fertighausplanung mit einfließen.

Der KfW-Effizienzhausstandard zeigt, wie effizient ein Gebäude tatsächlich ist

Als energiesparendes Ökofertighaus gilt dagegen ein Fertighaus, das als KfW Effizienzhaus erbaut wurde. KfW Effizienzhäuser existieren in diversen Varianten, deren Namen jeweils eine Zahl beinhaltet. Beispiel dafür ist etwa das „KfW Effizienzhaus 70“. Solch ein Fertighaus ist Energiesparhaus, weil die vorgegebenen Maximalwerte im Primärenergiebedarf deutlich unterschritten werden. Aber was bedeutet die „70“ im Namen? Referenz ist hier das KfW Effizienzhaus 100. Es entspricht genau den Anforderungen der EnEV an einen Neubau. „KfW Effizienzhaus 70“ heißt: Die Energieeffizienz ist bei diesem Ökofertighaus um 30 Prozent besser als die Mindestanforderungen verlangen. 

Möchte man ein Fertighaus als Energiesparhaus errichten, das als KfW Effizienzhaus von der KfW Bankengruppe gefördert wird, muss man eins der Effizienzhäuser KfW-Effizienzhaus 70, 55 oder 40 oder ein vergleichbares Passivhaus bauen. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl ist, desto energieeffizienter ist das Haus und desto besser sind die Förderbedingungen, die Sie hier auf den Webseiten der KfW nachschlagen können.

Zwar gibt es auch KfW Effizienzhäuser vom Typ 85, 100 oder 115 sowie die Sonderrubrik „Denkmal“. Aber diese Stufen existieren nur für Sanierungsmaßnahmen, die einen Altbau an Neubaustatus heranführen. Um ein Fertighaus als Energiesparhaus mit Förderung zu bauen, eignen sich diese Effizienzstufen nicht. 

Die meisten Fertighausanbieter bauen auf Wunsch nach KfW-Effizienzhausstandard

Diverse Fertighaushersteller bieten Kunden ein Fertighaus als Energiesparhaus nach KfW Effizienzhaus-Standard an. Teils ist jedes angebotene Fertighaus beispielsweise mindestens nach KfW 70 Standard konzipiert. Als Zusatz kann man sich für ein Fertighaus als Energiesparhaus mit höherem KfW Standard entscheiden. Das geschieht dann meist über entsprechende Paketlösungen, die man dazu buchen kann, beispielsweise wird dann die Dämmung verbessert und / oder die Gasheizung z.B. gegen eine Wärmepumpe ausgewechselt, so dass das Gebäude weniger Primärenergie verschlingt.

Andere Begriffe für ein Energiespar-Fertighaus

Hier fiel bereits der Begriff Passivhaus. Auch ein Passiv-Fertighaus von der KfW Bankengruppe gefördert werden. Es gibt aber noch weitere Energiesparhäuser, zu denen etwa das Plusenergiehaus gehört. Im Unterschied zum KfW Effizienzhaus ist solch ein Fertighaus Energiesparhaus, weil es Energie gut im Haus hält UND weil es zugleich Energie produziert, beispielsweise durch Photovoltaik. 

  • Konkret ist ein Ökofertighaus dann ein Plusenergiehaus, wenn es mehr Energie produziert als verbraucht. 

  • Produziert es ebenso viel Energie, wie es verbraucht, handelt es sich um ein Nullenergiehaus. 

Weitere Begriffe rund ums Fertighaus als Energiesparhaus sind Drei-Liter-Haus und Niedrigenergiehaus, wobei der letztgenannte Begriff oft einfach für einen Neubau genutzt wird, der gesetzliche Mindestanforderungen erfüllt. 

Ein Fertighaus als Ökofertighaus zu bauen, kann Fördermittel sichern sowie Heiz- und Stromkosten senken. Sie können sich über unser Fertighausformular über Konditionen für ein energieeffizientes Ökofertighaus informieren.

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Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

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