Fertighaus Bauweisen im Überblick

8. Januar 2021
Fertighäuser haben einen langen Weg hinter sich. In der Anfangszeit eher skeptisch beäugt, sind sie inzwischen ein fester Bestandteil des Hausbaus in Deutschland geworden. Und das betrifft nicht nur die Menge an gebauten Objekten. Auch qualitativ haben sich Fertighäuser weit von ihren Anfängen entfernt und decken alle gängigen Baustile und denkbaren Haustechnikoptionen ab. Hier finden Sie unsere Artikel zur Fertighaus Bauweise im Überblick.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de
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FertighäuserBauweisen

Fertighaus: Modelle für jede Bauweise & Situation

© JSB - Fotolia.comOb Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, gewerbliche Gebäude oder Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten - die Fertighaus Bauweise hat in den meisten Bereichen des Bauens in den letzten Jahrzehnten fest Fuß gefasst. Moderne Fertighäuser sind alles andere als schnell zusammentackerte Bretterbuden: sie sind gut gedämmt, haben effiziente Heiztechnik von Brennwert über Pelletheizung, Wärmepumpen oder Solarunterstützung, warten oft mit kontrollierter Wohnraumlüftung und vielen Komfortfunktionen und Hausautomatisierungsoptionen auf.

Wer ein Fertighaus bauen will, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Bauweisen. Meist bauen die Fertighaushersteller ihre Modelle als klassisches Holzfertighaus zum Beispiel in Holztafelbauweise bzw. Holzständerbauweise.

Die Bauweise in Holz verbindet einen nachwachsenden Rohstoff mit guten Wärmedämmeigenschaften und einem rasanten Aufbau. Die einzelnen Bauteile fertigt der Hersteller im Werk soweit als möglich vor. Auf der Baustelle erfolgt dann die Endmontage. Fertighäuser sieht man meist als Gegensatz zum "Stein auf Stein" errichteten Massivhaus. Feritghaus und Massivhaus bilden aber mitnichten immer ein Gegensatzpaar. Wer lieber massiv baut, muss aber nicht auf ein Fertighaus verzichten: einige Anbieter führen Massivfertighäuser im Programm. 

Fertighäuser für den tradionsbewussten Bauherren

Auch der traditionell orientierte Bauherr geht bei den Fertighaus Bauweisen nicht leer aus. Regional verwurzelte Baustile Fachwerk oder der Blockbau sind im Angebot einiger Hersteller vertreten. Das Fachwerkfertighaus hat zwar oft eher ein Verblendmauerwerk im Fachwerkstil auf den tragenden Wänden und stellt kein handgefertigtes Fachwerkhaus dar, es trifft die Optik aber sehr passgenau und muss sich in dieser Hinsicht nicht hinter den "echten" Fachwerkhäusern verstecken. Moderne Wärmedämmung und Haustechnik machen das durchaus wieder wett. Das Blockhaus geht baugeschichtlich noch weiter zurück und ist eine sehr interessante Wahl. Allerdings muss man hier zwischen Blockhäusern und den Blockbohlenhäusern unterscheiden. Letztere errichtet man in Tafelbauweise und man verkleidet man in Blockbohlenoptik. Wer gerne traditionell orientiert wohnt, hat oft Freude am ländlichen Wohnen und der rustikalen Bauweise. Fertighäuser im Landhausstil erfüllen den Traum von der stilechten Residenz auf dem Land. 

Das Fertighaus für den Preisbewussten

Für den Hausbauer mit knappen Budget gibt es ebenso eine breit gefächerte Auswahl. Praktisch jeder Hersteller hat günstige Fertighäuser im Programm. Diese Fertighaus Bauweise erfordert zwar einige Kompromisse, was die Wohnfläche und Zusatzausstattung betrifft, aber für vergleichsweise kleines Geld erhalten junge Paare oder kleine Familien modernes Wohneigentum auf eigener Scholle.

Barrierefreie und altersgerechte Fertighaus Bauweise

Bungalows hatten lange Zeit den Ruf, eher Ferien- oder Sommerhäuser zu sein. Inzwischen sind Fertigbungalows ein Wohnangebot mit breiter Akzeptanz. Durch die eingeschossige Bauweise ist es bei Bungalows besonders einfach, seniorengerecht barrierearm oder barrierefrei zu bauen. So baut man nicht nur zugangsfreundlich, sondern sorgt verantwortungsbewusst für spätere Lebensjahrzehnte vor.

Exklusive Fertighaus Bauweise

Wer es ausgefallener oder repräsentativer mag, findet im Designfertighaus oder Stadtvilla - Segment das passende Modell. Auch den Bauhausstil findet man bei ausgewählten Herstellern. Diese Varianten bedienen vor allem den Premiumbereich. Hier trifft erlesenes Design auf modernste Haustechnik: eine besondere Ästhetik verbindet sich mit umweltfreundlicher Heiztechnik und komfortablen elektronischen Steuersystemen. 

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Weiterlesen zum Thema "Holzfertighaus"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Architekt

Entkalkungsanlage nachrüsten

Ist ein nachträglicher Einbau einer Entkalkungsanlage bei hartem Wasser sinnvoll?
Antwort von IBB Ingenieurbüro für Bauwesen

Es kommt darauf an.

Neue Fenster: Doppelverglasung oder Dreifachverglasung?

Unser Haus ist jetzt 38 Jahre alt. Aber auf einem guten neuen Stand. Jetzt steht der Fensteraustausch auf dem Programm. Meine Frage: Sollen die neuen Fenster eine Zweifach- oder Dreifach Verglasung haben? Jede Firma sagt etwas anderes. Die meisten meinen aber eine Dreifach-Verglasung ist zu dicht und es gibt Schimmel weil ja die ganze Luftzirkulation nicht so wie bei einem Neubau ist, und das Lüften alleine reicht nicht aus. Was ist Ihr Rat an uns?
Antwort von Montagebau Wagner

wir Reden um ca. 0,35 W/m²K (bei Schüco Living Fenster) mit einer 2 fach Verglasung Ug 1,1 und einer 3 fach Verglasung mit Ug 0,6 incl. warme Kante ist eine Differenz von 0,35 W/m²K. Nun entscheiden Sie selbst, unter Beachtung der bisherigen Antworten

Können sich Kunststofffenster leicht verziehen?

Können sich Kunststofffenster leicht verziehen? Verfärben sich Kunststofffenster im Laufe der Zeit gelblich (Sonne, Witterung).
Antwort von Bauelemente2000 Rainer Tritschler

Sofern wir über Markenqualitäten sprechen ist das an sich kein Problem.

Leicht können sich die Profile schon gar nicht verziehen, sofern sie fachmännisch montiert wurden. Ich erlebe immer wieder, dass schlampige Monteure die Verklotzung zwischen dem Scheibenpaket und dem Rahmen entfernen. Diese Verklotzung stellt aber sicher, dass sich die Rahmen nicht verziehen. Besonders bei außen-farbigen Fenstern (anthrazit oder dunkle Holzdekore) ist es ausgesprochen wichtig, dass Elemente ab ca. 1 Meter Breite oder Höhe ein Dekompressionsventil haben, welches den Überdruck durch starke Sonneneinstrahlung abbaut. Ohne dieses montieren wir grundsätzliche keine Fenster mehr.

Das Vergilben gehört seit vielen Jahren der Vergangenheit an, die Kunststoffe heutiger Markenfenster leiden nicht unter diesem Mangel.

Was kostet ein Holzhaus?

Uns interessiert, wieviel so ein Holzhaus ungefähr kostet. Ein Grundstück hätten wir. Wir haben leider überhaupt keine preislichen Vorstellungen. Wir stellen uns vor: ein Niedrigenergiehaus (Wärmepumpe, Photovoltaik, Pelletheizung), ca. 140qm Wohnfläche, normale Ausstattung.
Antwort von PlanSchmiede GmbH

Wir als Planungsbüro arbeiten im Bereich Holzständerbauweise mit 8 Hausherstellern zusammen, d. h. von Entwurfsplanung über Bauantragsplanung, Werkplanung bis Bauleitung. Die Kosten dieser Hersteller bewegen sich zwischen 1.600 - 2800 EUR / m² für ein Wohngebäude o. g. Grösse und mittlerer Ausstattung. Sofern man bereit ist, Eigenleistung zu erbringen (und sich das fachlich auch zutraut), kann man nochmal entsprechend sparen.

Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

Fragen zur Lüftung eines Effizienzhauses - Fensterfalzlüfter ausreichend?

Ich möchte dieses Jahr mein Haus sanieren und ein Effizienzhaus daraus machen. Eine Frage zur Belüftung: Da mein Haus ja winddicht saniert werden soll und ich keine Lüftungsanlage einbauen möchte, würde ich gern wissen ob diese Fensterfalzlüfter ok sind bzw. welche Fensterbelüftung vom Preis/Leistungsverhältnis ( die auch von der KfW akzeptiert werden ) Sie mir empfehlen würden.
Antwort von Ing.-Büro Prof. Dr. Loose GmbH

Fensterfalzlüfter sind passive Elemente und arbeiten naturgemäß nur, wenn zwischen Innen- und Außenraum eine Druckdifferenz besteht. In der Regel benötigen Sie zu den Fensterfalzlüftern also auch einen Ventilator der die verbrauchte oder feuchte Luft aus dem Gebäude absaugt. Nur so können Sie sicherstellen, dass die gewünschten Luftmengen tatsächlich bei jeder Witterung abtransportiert werden.
Näheres regelt die DIN 1946-6 (Lüftungskonzept)

Schimmelprobleme in KfW 70 - Effizienzhaus ohne Lüftungsanlage

Wir haben ein Haus mit KfW70 bauen lassen, wobei der Wert von n50 = 0,51 1/h mittels des Blower-Door-Tests ermittelt wurde. Das Haus hat keine Lüftungsanlage (der Bauträger hatte keine im Angebot gehabt und hatte der Einbau einer Lüftungsanlage nie in Diskussion gebracht). Darüber hinaus bekommen wir immer und wieder Schimmel an den gleichen Stellen. Kann der sehr niedrige Wert des n50 und die fehlende Lüftungsanlage die Begründung für die Schimmelbildung sein? Ist es gesetzlich vorgeschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine Lüftungsanlage erforderlich wäre?
Antwort von Sachverständigenbüro Raffel

Ja, unter 0,6 liegen sie mit dem Wert im Passivhaus Bereich! Unter 0,5 hätte eine Bemerkung in das Protokoll gemusst, das der Mindestluftwechsel von 0,5 eingehalten werden muss.
Man sollte jetzt den damaligen EnEV-Nachweis prüfen! Diesen dann vergleichen mit dem jetzigen Zustand.
Dann auf die suche gehen, warum an den bestimmten Stellen immer Schimmelpilz auftritt.

Muss nach Änderungen an der Fassade eine Dämmung nach EnEV erfolgen?

Ist es korrekt, dass nach Änderungen an der Fassade (hier Fenstertausch) über einem bestimmten Prozentsatz eine Dämmung nach ENEV erfolgen muß? Wann ja, wie hoch ist der Anteil? Ist das je nach LBO verschieden geregelt?
Antwort von Dipl. Ing. Architekt W.Gattinger

Die Energieeinsparverordnung (EnEV)ist eine Bundesverordnung und hat Gesetzescharakter. Wenn Sie alle Fenster getauscht haben ist das in Ordnung. Sie müssen die Fassade nicht dämmen. Es ist nur darauf zu achten dass die Fenster nicht einen höheren Dämmwert als die Fassade haben sonst kann sich Schimmel bilden. Dann wäre eine Dämmung der Fassade technisch erforderlich. Ich hoffe, dass Sie ihre Fensterfirma hier beraten hat, sonst wäre sie für den Mangel verantwortlich. Neben bei sei noch erwähnt dass der Austausch der Fenster vor der Fassadendämmung allerdings konstruktive Nachteile bei deren Ausführung bringt, da hier kein optimaler Anschluss an das Fenster mehr hergestellt werden kann. Es ist allerdings unbedingt geboten sich vor der Ausführung von einem Fachmann beraten zu lassen. das kann ein Architekt sein, aber kein Handwerker, der kein Energieberater ist. Die Beratung durch einen beim BAFA zugelassenen Energieberater wird mit der Übernahme von 60% der Kosten gefördert.

KfW Kredit für Programm 155 hier noch nachträglich möglich?

Wir haben im August ein Haus gekauft und im Herbst mit der Renovierung begonnen. Zunächst wurde einige Abbrucharbeiten durchgeführt. Parallel dazu wurde die Planung für den Ausbau druchgeführt. bei den Planungen hat sich ergeben, dass wir nach der Renovierung ein KFW 155 Haus erreichen können und dieses jetzt auch anstreben. Bisher wurde noch nicht mit energetischen Maßnahmen begonnen, da die finale Planung dafür jetzt erst fertig gestellt wird. Können wir für den Ausbau jetzt noch einen KFW-Kredit (KFW-155) beantragen, obwohl das Haus im Auguast 2018 gekauft (und finanziert wurde)? Oder ist jetzt nur noch die Beantragung von Förderungen möglich?
Antwort von Planungsbüro für energieeffiziente Gebäude, Dipl. Ing. Jürgen Nader

Das Programm 155 kenne ich zwar nicht. Sie meinen bestimmt das Programm 430 (Zuschuss) oder 151/152 (Kredit) und dann
eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.
Solange da noch nicht mit den Artbeiten begonnen wurde, kann man das noch beantragen.
Ich empfehle dringend, schnell einen KfW-Sachverständigen einzubinden.

Neubau mit Gasbrennwert und Solarthermie - lohnt sich die Solarthermieanlage hier?

Für einem Neubau mit 130qm und einem Energiebedarf von 57 kWh/qm*a ergibt sich ein Jahres-Energiebedarf von ca. 7.500 kWh. Bei einem Gasbrennwertsystem mit Solarthermie für WW und Heizung entstehen für die Solarthermie Mehrkosten von ca. € 5.000. Einsparung mit Solarthermie liegt "optimistisch" bei 30%. Die Kosten p.a. für 7.500kWh mit €0,07/kWh Gaspreis liegen bei € 525. Ersparnis 30% = € 157 p.a. Warum sollte ich € 5.000 investieren wenn es 32 Jahre dauert bis es sich amortisiert. Dabei wurden noch nicht einmal die Betriebs- und Reparaturkosten einbezogen.
Antwort von Energieberatung GeBS Ingenieurbüro

Bei EEWG- Bund ist vorgeschrieben das wir im Neubau 50 % von Wärmebedarf mit Erneuerbaren Energien abdecken müssen. Ea gehts nur mit Biomasse Anlage oder mit Wärmepumpen. BW Kessel mit Solaranlage reicht nicht.

Brauche ich als Bauherr einen Durchbruchsplan bzw. Leitungsplan?

Brauche ich als Bauherr einen Durchbruchsplan bzw. Leitungsplan (Elektro und Heizungsplan) für die Baugenehmigung bzw. kurz danach vor dem Baubeginn oder doch nicht und die ausführende Firma (Heizungsbauer, Elektriker, Sanitärfirma) macht die Pläne beim Begehen des Rohbaus selber und besser ? was macht Sinn zu machen? Auf dieser Seite geht es nicht klar hervor ob man beim EFH die Pläne als Bauherr doch machen lassen muss bevor man anfängt zu bauen oder doch nicht... danke sehr zumindest bin ich nicht durchgedrungen um es 100% zu wissen
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Baurechtlich bestehen diesbezüglich keine Anforderungen/ Notwendigkeiten.
Aus wirtschaftlicher Sicht sollte man jedoch auf eine fachgerechte Anlagendimensionierung Wert
legen.
Die Kosten für einen spezialisierten TGA Planer für EFH sind mit ~ 1T€ sicherlich gering.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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