Fertigkeller oder gar kein Keller?

7. Oktober 2020
Lässt man nun ein Fertighaus mit Keller oder ein Fertighaus ohne Keller bauen? Die Frage kann man nicht pauschal entscheiden, weil beide Varianten Vor- und Nachteile haben. Falls man sich für einen Keller entscheidet, kann der wiederum vor Ort gebaut werden oder man setzt auf einen Fertigkeller.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de

Fertigkeller bieten mehr Fläche bei verhältnismäßig geringen Kosten

Bau eines FertigkellersBaustelle eines Fertigkellers, Bild: Knecht KellerbauEntscheidet man sich in der Fertighausplanung für ein Fertighaus mit Keller, hat man die Wahl zwischen Massiv- und Fertigkeller. Der Massivkeller wird komplett vor Ort gebaut, während für den Fertigkeller vorgefertigte Bauteile verwendet werden. Beide Varianten haben Vorteile.

Die Gütegemeinschaft Fertigkeller nennt als Vorzüge des Fertigkellers etwa eine klare Kostenstruktur sowie ein schneller Aufbau. Sich für einen Fertigkeller zu entscheiden, bedeutet aber nicht automatisch die Entscheidung für einen fertig ausgebauten Keller.

Die Baukosten für einen Fertigteilkeller liegen nach Angaben der Gütegemeinschaft mit Bezug auf Untersuchungen des Institutes für Bauforschung e.V. im Schnitt bei 300 Euro pro Quadratmeter Kellerfläche. Durchschnittlich liegt ein Hochkeller preislich zwischen 18.000 bis 24.000 Euro und bei drückendem Wasser kann der Preis sich bei 33.000 bis 42.000 Euro einpendeln.

Bei der Entscheidung für ein Fertighaus MIT Keller gibt es den Fertigkeller als:

- Komplettkeller: Der Bauherr erhält einen vollständigen Keller und muss keine Eigenleistung erbringen.

- Ausbaukeller: Hier muss der Bauherr in der Regel die vom Fertigkeller ins Haus führende Treppe selbst bauen und Außenwände selbst isolieren.

- Mitbaukeller: Hier ist noch mehr Eigenleistung nötig. So ist etwa der Bau der Bodenplatte und der Kellerfenster oft Aufgabe des Bauherrn.

Wie beim Hausbau gilt beim Fertigkeller: Je mehr Eigenleistung man erbringt, desto preisgünstiger ist der Bau. Andererseits sollte man sich bewusst sein, dass mehr Eigenleistung zugleich mehr eigene Verantwortung für die erbrachte Leistung bedeutet. Ähnlich wie bei den verschiedenen Ausbaustufen von Fertighäusern selbst sollte man auch beim Fertigkeller daher nur Arbeiten übernehmen, die man wirklich gut beherrscht.

Denken Sie aber daran, ein Bodengutachten erstellen zu lassen, bevor es an den Bau geht (am besten, bevor Sie das Grundstück überhaupt erwerben). Nur so sind Sie gut gegen Folgekosten durch ungeeigneten Boden oder gar Altlasten auf dem Grundstück geschützt.

Wohnkeller oder Nutzkeller

Hat man sich für ein Fertighaus mit Keller sowie für einen Fertigkeller entschieden, sagt das noch nichts darüber aus, ob die Entscheidung nun für einen Nutz- oder einen Wohnkeller gefallen ist. Ein reiner Nutzkeller dient eher Abstellfläche und eventuell als Standort der Fertighaus-Heizung. Die Vorgaben für die Dämmung sind weniger streng. Als zusätzlicher Wohnraum kann aber nur der als Wohnkeller gebaute Fertigkeller dienen.

Fertighaus ohne Keller ODER Fertighaus mit Keller?

Natürlich kann man sich auch für einen Fertighaus ohne Keller entscheiden, denn die Entscheidung für das Fertighaus mit Kellerräumen bedeutet oftmals höhere Kosten. Wie hoch der Kostenunterschied zwischen der Variante mit oder ohne Fertigkeller ist, hängt unter anderem von konkreten Gegebenheiten vor Ort ab: Ein Grundstück in Hanglage kann etwa die Kostenunterschiede reduzieren, weil an Hängen die Kosten für eine geeignete Bodenplatte oft deutlich steigen. Für ein Fertighaus ohne Keller kann sprechen, dass er möglicherweise einfacher barrierefrei gemacht werden kann. 

Fertighaus mit Keller im Bau
Derselbe Fertigteilkeller ein wenig später, Bild: Knecht Kellerbau

Fertighaus mit Keller oder ohne: Alles aus einer Hand?

Möchte man ein Fertighaus mit Fertigkeller haben, kann man bei einem Fertighausanbieter oftmals das Komplettpaket bestellen. Beim Fertighaus ohne Keller gilt beim Komplettpaket: Fertighausanbieter bauen Bodenplatte UND Haus. Alternativ übernehmen zwei unterschiedliche Unternehmen beim Fertighaus ohne Keller a) den Bau der Bodenplatte und b) des Fertighauses. Sowohl beim Fertighaus ohne Keller als auch beim Fertighaus mit Keller spricht einiges dafür, alle Leistungen vom Fertighausanbieter erstellen zu lassen. 

Beim Fertighaus mit wie beim Fertighaus ohne Keller müssen Anschlüsse von Bodenplatte bzw. Fertigkeller und Fertighaus genau passen, um Wärmebrücken zu vermeiden und gute Wärmedämmung zu gewährleisten. Das ist bei einem einzigen Leistungserbringer meist eher gegeben als bei zwei Unternehmen, die sich genau absprechen müssen. 

Fertighausanbieter geben weitere Informationen über Fertigkeller sowie über Leistungen, die sie beim Bau von Fertighäusern mit oder ohne Keller erbringen. 

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Antwort von Planungsbüro für energieeffiziente Gebäude, Dipl. Ing. Jürgen Nader

Das Programm 155 kenne ich zwar nicht. Sie meinen bestimmt das Programm 430 (Zuschuss) oder 151/152 (Kredit) und dann
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Antwort von Energieberatung GeBS Ingenieurbüro

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Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Baurechtlich bestehen diesbezüglich keine Anforderungen/ Notwendigkeiten.
Aus wirtschaftlicher Sicht sollte man jedoch auf eine fachgerechte Anlagendimensionierung Wert
legen.
Die Kosten für einen spezialisierten TGA Planer für EFH sind mit ~ 1T€ sicherlich gering.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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