Holzständerbauweise für großzügige Hausplanung

Die heutzutage angewendete Holzständerbauweise ist eine modifizierte Skelettbauweise, die sich an den Fachwerkbau und den Ständerblockbohlenbau anlehnt. Die Ständer bilden bei diesem Fertighaus das tragende System und gleichzeitig die Seitenwände. Im Gegensatz zum Skelettbau weisen bei der Holzständerbauweise die Ständer jedoch einen erheblich geringeren Abstand auf. Dies ermöglicht eine großzügige und offene Bauweise.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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FertighäuserBauweisenHolzständerbauweise

Holzständerbauweise - Wandaufbau im Fertighaus

© Ingo Bartussek - Fotolia.comDas Prinzip des Wandaufbaus dieser Bauweise ist sowohl bei der Holzständerbauweise als auch bei der Ständerwand aus Metall sehr ähnlich. Die Holzständerwand ist beim Fertighaus aus Holz fast immer die tragende Außenwand und somit hauptsächlich für den Wärmeschutz verantwortlich. Die Fassade kann entweder hinterlüftet oder aber mit einem Wärmedämmverbundsystem kombiniert werden.

Die Innenbekleidung/-beplankung erfolgt meist auf einer Konterlattung. Diese dient im späteren Aufbau auch als Ebene für Installationen. Neue Wände in Holzständerbauweise weisen in den meisten Fällen einen ausreichend guten Wärmeschutz im Bereich der Außenwand auf. Auf der jeweiligen Baustelle werden einzelne Kanthölzer und Balken für das Fertighaus in Holzständerbauweise verarbeitet.

Ähnlich der Skelettbauweise können die Ständer über die jeweilige Etagengrenze hinausragen. Die Ständer bestehen in der aus Vollholz, meist aus Nadelgehölzen. Die Holzständer werden in einem bestimmten Raster angeordnet und verbunden. Die Zwischenräume werden mit Dämmmaterialien wie Steinwolle ausgefüllt. Anschließend werden de Ständer mit Holzwerkstoffplatten verkleidet. Im Innenbereich werden Gipskartonplatten angebracht. Praktischerweise erfolgt die Vorfertigung schon im Werk des Fertighausherstellers.

Fertighaus in Holzständerbauweise - Energieeffizienz und Wohnkomfort

Ein Fertighaus in Holzständerbauweise erreicht mühelos Niedrigenergiehaus-Werte und ist demnach äußerst energieeffizient. Die schlanke Konstruktion ergibt einen Raumgewinn und gestattet großzügiges Wohnen. Auf die Tradition, die Gefache mit Lehm oder Ziegelmauerwerk auszufüllen, wird heutzutage zugunsten großzügiger Glasflächen verzichtet. Eine moderne und luftige Optik ist maßgeblich für die Beliebtheit der Holzständerbauweise beim Fertighaus.

Die Konstruktion der Holzständerbauweise lässt sich leicht auf- aber auch wieder abbauen. Dies lässt nachträgliche Arbeiten wie Erweiterungen oder Umbauten am Fertighaus zu. In der Vorplanung des Hauses lässt sich bereits die Dämmstärke festlegen, was zu einer effizienten Wärmeeinsparung und geringeren Heizkosten führt.

Beim diffusionsoffenen Wandaufbau sollte auf eine Dampfbremse in Form von Mineral- oder Steinwolle geachtet werden. Es kann auch nachwachsende und ökologische Holzfaser verarbeitet werden. Die entstehende Feuchtigkeit kann so optimal aufgenommen und nach und nach wieder abgegeben werden. Die Holzständerbauweise führt im Fertighaus zu einem natürlichen und gesunden Wohnkomfort, der sich nachhaltig auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirkt.

Kompetente Beratung und weitere Informationen zur Holzständerbauweise erhalten Sie über unser Kontaktformular.

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wir Reden um ca. 0,35 W/m²K (bei Schüco Living Fenster) mit einer 2 fach Verglasung Ug 1,1 und einer 3 fach Verglasung mit Ug 0,6 incl. warme Kante ist eine Differenz von 0,35 W/m²K. Nun entscheiden Sie selbst, unter Beachtung der bisherigen Antworten

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Antwort von PlanSchmiede GmbH

Wir als Planungsbüro arbeiten im Bereich Holzständerbauweise mit 8 Hausherstellern zusammen, d. h. von Entwurfsplanung über Bauantragsplanung, Werkplanung bis Bauleitung. Die Kosten dieser Hersteller bewegen sich zwischen 1.600 - 2800 EUR / m² für ein Wohngebäude o. g. Grösse und mittlerer Ausstattung. Sofern man bereit ist, Eigenleistung zu erbringen (und sich das fachlich auch zutraut), kann man nochmal entsprechend sparen.

Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

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