Die richtige Heizung für das neue Fertighaus

Dass ein Fertighaus eine Heizung benötigt, ist eine banale Feststellung. Weniger banal ist die Frage, für welche Fertighaus Heizung man sich entscheidet. Teils muss man bei der Entscheidung gesetzliche Vorgaben beachten, teils hat man freie Auswahl. Wir zeigen, welche Heizungen es gibt und was die einzelnen Lösungen kosten.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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Welche Heizung sollte ich für ein neues Fertighaus in Betracht ziehen?

Wärmepumpe mit Solarunterstützung, Bild: Wolf GmbHWenn Sie ein Fertighaus bauen, müssen Sie die Vorgaben für Heizungen in Neubauten nach dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (kurz: Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz; EEWärmeG).

Das EEWärmeG schreibt Bauherren vor, dass ein Teil der Wärmeenergie mit erneuerbaren Energien zu decken ist.

Welche Variante der erneuerbaren Energien man im Fertighaus in die Heizung integriert, kann man frei wählen. Allerdings variiert der vorgeschriebene Anteil erneuerbarer Energie mit dem Heizsystem:

  • Integriert man eine Solaranlage zur Wärmegewinnung (Solarthermie) im Fertighaus in die Heizung, muss die Anlage den Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 15% decken.
  • Bei gasförmiger Biomasse (Biogas) beträgt der Anteil mindestens 30%.
  • Wählt man im Fertighaus eine Heizung, die bei erneuerbaren Energien auf flüssige (z.B. Rapsöl) oder feste (z.B. Holzpellets) setzt, muss der Anteil erneuerbarer Energien bei 50% liegen.
  • Entscheidet man sich für Geothermie (Wärmepumpe) und zieht Energie aus dem Boden, dem Wasser oder der Luft, muss diese Anlage ebenfalls für 50% der gesamten von der Fertighaus-Heizung produzierten Energie sorgen.
  • Alternativ kann man diese Vorgaben zum Beispiel durch verstärkte Dämmung aber umgehen.

Um diese Vorgaben brauchen Sie sich bei einem Fertighaus allerdings nicht zu sehr sorgen. Die meisten Fertighaushersteller kennen diese Vorgaben natürlich und werde aus Eigeninteresse die entsprechenden Vorgaben einhalten und passende Heizsysteme integrieren (es schadet natürlich nicht, einmal gegenzuprüfen).

Hybridheizungen kombinieren mehrere Wärmeerzeuger zu einem Gesamtsystem

Neben den erneuerbaren Energien gibt es klassische Heizsysteme, die sich in die Fertighaus-Heizung integrieren lassen und die man mit Gas (selten: Öl) befeuert. Nicht mehr im Programm haben Fertighausanbieter heute klassische Öl- oder Gas-Standardkessel sowie Niedertemperaturkessel, die im Vergleich zu den Standardvarianten bereits deutlich effizienter arbeiten.

Wer Heizen mit Gas in seine Fertighaus-Heizung integriert, erhält heute eine moderne Brennwertheizung. Sie lässt den Wasserdampf im Abgas kondensieren, das bei der Verbrennung entsteht. Dadurch entsteht eine Kondensationswärme, die ebenfalls zum Beheizen des Hauses genutzt wird. In Kombination mit einer Solarthermieanlage erfüllt man damit die Vorgaben des EEWärmeG. Diese Kombination ist bei den meisten Herstellern anzutreffen, da sie vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten mit moderaten Brennstoffpreisen kombiniert. Auf Dauer könnte allerdings ein anderes Heizsystem zwar teurer in der Anschaffung, aber sparsamer im Verbrauch sein. Hier sollte man penibel nachrechnen und Angebote genau vergleichen. Viele Hersteller bieten ihre Fertighaus Heizung in Modulen an. So ist oft eine Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung die Standardvariante, die man gegen Aufpreis zum Beispiel gegen eine Solar-Wärmepumpe oder eine Pelletheizung austauschen kann.

Anschaffungskosten einer Fertighaus-Heizung

Orientierungswerte für die Anschaffungskosten verschiedener Heizsysteme inklusive Mehrwertsteuer gibt das Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing-und Energie-Netzwerk (C.A.R.M.E.N.):

  • Pelletsheizung: 14.430€
  • Erdgas und Flüssiggas: 8.600€
  • Wärmepumpe Luft: 11.800€
  • Wärmepumpe Sole (Erde): 21.400€

(Stand: Stand: Oktober 2013)

Eine Gasheizung selbst schlägt mit ungefähr 5000 bis 8000 Euro zu Buche. Im Zusammenhang mit einer Solarthermieanlage (s.o., im Neubau mit Gas in diesem Fall nach EEWärmeG notwendig) erreicht man hier aber auch Kosten von 12.000 bis 14.000 Euro.

Um die beste Heizung für das Fertighaus herauszufinden, sollte man jedoch nicht alleine die Anschaffungskosten berücksichtigen, sondern auch Brennstoffpreise und benötigte Brennstoffmengen, um Kosten und Einsparungen bei den einzelnen Möglichkeiten für eine Fertighaus - Heizung zu kalkulieren. Eine alternative Kostenübersicht mit weiterführenden Informationen zu den Heizsystemen finden Sie auf dem Heizungsvergleich von Heizungsfinder.

Welche Heizungen bieten Fertighausanbieter?

Eine moderne Fertighaus-Heizung kombiniert oft mehrere Techniken miteinander zu einem effektiven System. Ein Beispiel ist etwa eine Kombination aus Gas-Brennwertkessel und Solartechnik oder Wärmepumpe. Oft haben Fertighausanbieter für den Hausbau nahezu die gesamte Palette moderner Heizsysteme im Angebot.

Wer ein Fertighaus plant, sollte sich nicht alleine um das richtige Heizsystem Gedanken machen, sondern um die Energieeffizienz des Fertighauses insgesamt. Dazu gehören Wärmedämmkonzepte, die die Wärme möglichst gut im Haus halten, und bisweilen Energiekonzepte, in die auch Stromproduktion integriert ist. Je energieeffizienter ein Haus gebaut wurde, desto geringer ist die benötigte Leistung der Heizung.

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Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

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