Die richtige Heizung für das neue Fertighaus

7. Oktober 2020
Dass ein Fertighaus eine Heizung benötigt, ist eine banale Feststellung. Weniger banal ist die Frage, für welche Fertighaus Heizung man sich entscheidet. Teils muss man bei der Entscheidung gesetzliche Vorgaben beachten, teils hat man freie Auswahl. Wir zeigen, welche Heizungen es gibt und was die einzelnen Lösungen kosten.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de
FertighäuserDie richtige Heizung finden

Welche Heizung sollte ich für ein neues Fertighaus in Betracht ziehen?

Heizung im FertighausWärmepumpe mit Solarunterstützung, Bild: Wolf GmbHWenn Sie ein Fertighaus bauen, müssen Sie die Vorgaben für Heizungen in Neubauten nach dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (kurz: Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz; EEWärmeG).

Das EEWärmeG schreibt Bauherren vor, dass ein Teil der Wärmeenergie mit erneuerbaren Energien zu decken ist.

Welche Variante der erneuerbaren Energien man im Fertighaus in die Heizung integriert, kann man frei wählen. Allerdings variiert der vorgeschriebene Anteil erneuerbarer Energie mit dem Heizsystem:

  • Integriert man eine Solaranlage zur Wärmegewinnung (Solarthermie) im Fertighaus in die Heizung, muss die Anlage den Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 15% decken.
  • Bei gasförmiger Biomasse (Biogas) beträgt der Anteil mindestens 30%.
  • Wählt man im Fertighaus eine Heizung, die bei erneuerbaren Energien auf flüssige (z.B. Rapsöl) oder feste (z.B. Holzpellets) setzt, muss der Anteil erneuerbarer Energien bei 50% liegen.
  • Entscheidet man sich für Geothermie (Wärmepumpe) und zieht Energie aus dem Boden, dem Wasser oder der Luft, muss diese Anlage ebenfalls für 50% der gesamten von der Fertighaus-Heizung produzierten Energie sorgen.
  • Alternativ kann man diese Vorgaben zum Beispiel durch verstärkte Dämmung aber umgehen.

Um diese Vorgaben brauchen Sie sich bei einem Fertighaus allerdings nicht zu sehr sorgen. Die meisten Fertighaushersteller kennen diese Vorgaben natürlich und werde aus Eigeninteresse die entsprechenden Vorgaben einhalten und passende Heizsysteme integrieren (es schadet natürlich nicht, einmal gegenzuprüfen).

Hybridheizungen kombinieren mehrere Wärmeerzeuger zu einem Gesamtsystem

Neben den erneuerbaren Energien gibt es klassische Heizsysteme, die sich in die Fertighaus-Heizung integrieren lassen und die man mit Gas (selten: Öl) befeuert. Nicht mehr im Programm haben Fertighausanbieter heute klassische Öl- oder Gas-Standardkessel sowie Niedertemperaturkessel, die im Vergleich zu den Standardvarianten bereits deutlich effizienter arbeiten.

Wer Heizen mit Gas in seine Fertighaus-Heizung integriert, erhält heute eine moderne Brennwertheizung. Sie lässt den Wasserdampf im Abgas kondensieren, das bei der Verbrennung entsteht. Dadurch entsteht eine Kondensationswärme, die ebenfalls zum Beheizen des Hauses genutzt wird. In Kombination mit einer Solarthermieanlage erfüllt man damit die Vorgaben des EEWärmeG. Diese Kombination ist bei den meisten Herstellern anzutreffen, da sie vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten mit moderaten Brennstoffpreisen kombiniert. Auf Dauer könnte allerdings ein anderes Heizsystem zwar teurer in der Anschaffung, aber sparsamer im Verbrauch sein. Hier sollte man penibel nachrechnen und Angebote genau vergleichen. Viele Hersteller bieten ihre Fertighaus Heizung in Modulen an. So ist oft eine Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung die Standardvariante, die man gegen Aufpreis zum Beispiel gegen eine Solar-Wärmepumpe oder eine Pelletheizung austauschen kann.

Anschaffungskosten einer Fertighaus-Heizung

Orientierungswerte für die Anschaffungskosten verschiedener Heizsysteme inklusive Mehrwertsteuer gibt das Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing-und Energie-Netzwerk (C.A.R.M.E.N.):

  • Pelletsheizung: 14.430€
  • Erdgas und Flüssiggas: 8.600€
  • Wärmepumpe Luft: 11.800€
  • Wärmepumpe Sole (Erde): 21.400€

(Stand: Stand: Oktober 2013)

Eine Gasheizung selbst schlägt mit ungefähr 5000 bis 8000 Euro zu Buche. Im Zusammenhang mit einer Solarthermieanlage (s.o., im Neubau mit Gas in diesem Fall nach EEWärmeG notwendig) erreicht man hier aber auch Kosten von 12.000 bis 14.000 Euro.

Um die beste Heizung für das Fertighaus herauszufinden, sollte man jedoch nicht alleine die Anschaffungskosten berücksichtigen, sondern auch Brennstoffpreise und benötigte Brennstoffmengen, um Kosten und Einsparungen bei den einzelnen Möglichkeiten für eine Fertighaus - Heizung zu kalkulieren. Eine alternative Kostenübersicht mit weiterführenden Informationen zu den Heizsystemen finden Sie auf dem Heizungsvergleich von Heizungsfinder.

Welche Heizungen bieten Fertighausanbieter?

Eine moderne Fertighaus-Heizung kombiniert oft mehrere Techniken miteinander zu einem effektiven System. Ein Beispiel ist etwa eine Kombination aus Gas-Brennwertkessel und Solartechnik oder Wärmepumpe. Oft haben Fertighausanbieter für den Hausbau nahezu die gesamte Palette moderner Heizsysteme im Angebot.

Wer ein Fertighaus plant, sollte sich nicht alleine um das richtige Heizsystem Gedanken machen, sondern um die Energieeffizienz des Fertighauses insgesamt. Dazu gehören Wärmedämmkonzepte, die die Wärme möglichst gut im Haus halten, und bisweilen Energiekonzepte, in die auch Stromproduktion integriert ist. Je energieeffizienter ein Haus gebaut wurde, desto geringer ist die benötigte Leistung der Heizung.

Sie sind noch auf der Suche nach dem richtigen Anbieter für ihr Fertighaus? Hier bekommen Sie mehrere Angebote für Fertighäuser.

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Die Energieeinsparverordnung (EnEV)ist eine Bundesverordnung und hat Gesetzescharakter. Wenn Sie alle Fenster getauscht haben ist das in Ordnung. Sie müssen die Fassade nicht dämmen. Es ist nur darauf zu achten dass die Fenster nicht einen höheren Dämmwert als die Fassade haben sonst kann sich Schimmel bilden. Dann wäre eine Dämmung der Fassade technisch erforderlich. Ich hoffe, dass Sie ihre Fensterfirma hier beraten hat, sonst wäre sie für den Mangel verantwortlich. Neben bei sei noch erwähnt dass der Austausch der Fenster vor der Fassadendämmung allerdings konstruktive Nachteile bei deren Ausführung bringt, da hier kein optimaler Anschluss an das Fenster mehr hergestellt werden kann. Es ist allerdings unbedingt geboten sich vor der Ausführung von einem Fachmann beraten zu lassen. das kann ein Architekt sein, aber kein Handwerker, der kein Energieberater ist. Die Beratung durch einen beim BAFA zugelassenen Energieberater wird mit der Übernahme von 60% der Kosten gefördert.

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Antwort von Planungsbüro für energieeffiziente Gebäude, Dipl. Ing. Jürgen Nader

Das Programm 155 kenne ich zwar nicht. Sie meinen bestimmt das Programm 430 (Zuschuss) oder 151/152 (Kredit) und dann
eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.
Solange da noch nicht mit den Artbeiten begonnen wurde, kann man das noch beantragen.
Ich empfehle dringend, schnell einen KfW-Sachverständigen einzubinden.

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Antwort von Energieberatung GeBS Ingenieurbüro

Bei EEWG- Bund ist vorgeschrieben das wir im Neubau 50 % von Wärmebedarf mit Erneuerbaren Energien abdecken müssen. Ea gehts nur mit Biomasse Anlage oder mit Wärmepumpen. BW Kessel mit Solaranlage reicht nicht.

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Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Baurechtlich bestehen diesbezüglich keine Anforderungen/ Notwendigkeiten.
Aus wirtschaftlicher Sicht sollte man jedoch auf eine fachgerechte Anlagendimensionierung Wert
legen.
Die Kosten für einen spezialisierten TGA Planer für EFH sind mit ~ 1T€ sicherlich gering.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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