Fertighaus oder Massivhaus?

Der Bau eines Hauses stellt den Bauherren vor die Frage, welche Bauweise die optimale ist: Fertighaus oder Massivhaus? Beide Bauarten bieten sowohl Vor- als auch Nachteile und die Diskussion hat stellenweise etwas von einem Glaubenskrieg. Die Unterschiede zwischen beiden Bauweisen ist allerdings bei genauer Betrachtung nicht so groß, wie man meinen möchte.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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FertighäuserRatgeberFertig oder Massiv?

Fertighaus oder Massivhaus - die Vor- und Nachteile der Bauweisen

© Benicce - Fotolia.comEin Vorteil eines Fertighauses besteht darin, dass sich die Bauzeit kurz und übersichtlich gestaltet. Da der Fertighaushersteller bei Herstellung und Aufbau des Hauses alles aus einer Hand liefert, treten selten Probleme in der Konstruktionsphase auf. Der Preis ist ein weiterer Vorteil.

Ein Fertighaus ist aufgrund der höheren Stückzahl aus fertig produzierten Elementen günstiger als ein individuell geplantes Massivhaus gleicher Größe. Verschiedene Ausbaustufen senken die Kosten bei handwerklicher Eigenleistung weiter.

Die Bauabnahme durch das Bauamt und andere Behördengänge sind bei einem Fertighauses einfacher. Durch das Gesamtpaket des Fertighausherstellers gibt es in den meisten Fällen einen einzigen Ansprechpartner. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man das Haus im Vorfeld als Musterhaus besichtigen kann.

Nachteilig wirkt sich die Wahl eines Fertighaus auf die Gestaltungsmöglichkeiten aus: Der Grundriss ist oft vorgegeben und die Materialien eingeschränkt. Der Bauherr ist an das verfügbare Angebot des Anbieters gebunden. Änderungen sind mit Zusatzkosten verbunden. Durch die Vorabfertigung ist die Luftdichtigkeit von einzelnen Bauteilen an Anschlüssen gelegentlich problematisch.  Der Wiederverkaufs­wert und die Beleihung durch Banken ist durch die geringere Lebensdauer dieser Häuser oft ungünstiger als bei Massivhäusern.

Und welche Vorteile bietet ein Massivhaus?

© Gina Sanders - Fotolia.comBei der Massivbauweise, bildhaft als "Stein auf Stein- Bauen" in den Köpfen der Bauherren präsent, gestaltet sich ein Haus freier. Hier plant man von Grund auf nach den eigenen Wünschen. Sowohl der Grundriss als auch alle Materialien für das Traumhaus entwirft der Bauherr im Konzert mit Hilfe des Architekten - wenn das Budget stimmt.

Die Wärmespeicherung durch die Verwendung massiver Steine ist in den Außenwänden oft höher als bei Fertigbauteilen. Massiv gebaute Häuser gelten als langlebiger und somit wertbeständiger. Die Brandschutz-und Trittschalleigenschaften sind durch die massiven Materialien besser als bei Fertighäusern.

Als Nachteil gilt bei Massivhäusern die längere Bauzeit. Ist während der Bauphasen nicht genug Zeit zur Trocknung, führt das eventuell zur Schimmelbildung. Meist sind Massivhäuser teurer als Fertighäuser, was aber den verwendeten Materialien obliegt. Auch Fertighäuser können ein hohes Budget erfordern, wenn hochpreisige Materialien und Produkte verwendet werden.

Fertighaus vs Massivhaus: klares Unentschieden

Ist das Bauvorhaben an ein geringes Budget und einen eng gesteckten Zeitplan gebunden, ist ein Fertighaus durchaus zu befürworten. Für die individuelle Umsetzung des Wunschhauses bietet das Massivhaus eher Vorteile. In der Branche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel getan und so ist die Entscheidung zwischen Fertighaus oder Massivhaus neben anderen Gesichtspunkten zur Geschmacksfrage geworden. Auf beiden Seiten - Fertighaus oder Massivhaus - tummeln sich ebenso schwarze Schafe wie empfehlenswerte Anbieter. Egal ob Fertig- oder Massivhaus: entscheidend ist die persönliche Eindruck und ein ausgiebiger Vergleich der Unternehmen und der entsprechenden vertraglichen Regelungen.

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Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

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