Das Niedrigenergiehaus hat viele Facetten

22. April 2021
Für die Definition vom Niedrigenergie Haus gilt, was bereits die Wortbestandteile "Niedrig Energie Haus" aussagen - dieses Energiesparhaus ist so konzipiert, dass Bauweise sowie technische Gebäudeausstattung wie die Heiztechnik möglichst wenig Energie verbrauchen. Eine bundesweit einheitlich gültige Definition gibt es allerdings nicht.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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HausbauEnergiesparhäuserNiedrigenergiehaus

Niedrigenergiehaus - die EnEV ist die Minimalanforderung

Der Begriff Niedrigenergiehaus wird oft für Häuser verwendet, die den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) entsprechen. Genauer wird dieses Energiesparhaus erst definiert, wenn man verschiedene Vorgaben fürs Niedrigenergiehaus zugrunde legt:

  • Legt man die EnEV 2009 zugrunde, muss ein Niedrigenergie Haus, etwa ein neu erbautes Fertighaus, dem in Anlage 1 der Verordnung definierten Referenzhaus entsprechen. Beim Primärenergiebedarf entspricht dieses Niedrig Energie Haus dem Effizienzhaus 100.
  • Die Gütegemeinschaft energieeffiziente Gebäude e.V. vergibt ein RAL Gütezeichen fürs Niedrigenergiehaus. Die Anforderungen an Häuser, die solche Gütezeichen erhalten, sind aber höher als die der EnEV 2009. So muss etwa der Transmissionswärmeverlust (Wärmeverlust durch die Gebäudehülle) um dreißig Prozent niedriger als der von der EnEV 2009 zugelassene Höchstwert sein. Das ergibt dann etwa bei einem neu gebauten Fertighaus (freistehendes Wohnhaus) mit maximal 350 m² Gebäudenutzfläche einen Wert von maximal H′ = 0,28 W/(m2·K).  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedene Definitionen und Vorgaben fürs Niedrigenergiehaus mit vielen interessanten Zusatzinformationen über die Bestandteile eines solchen Hauses bietet die kostenfreie Broschüre "Niedrigenergiehäuser" des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Niedrigenergiehaus, Passivhaus und andere verwandte Begriffe

Letztlich gilt: Das Haus mit etwa 40 – 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m²/a) Heizwärmebedarf ist ebenso ein Niedrigenergie Haus wie ein Passivhaus mit maximal 15 kWh/m²/a. Im Prinzip lassen sich alle Haustypen - ob Fertighaus oder Architektenhaus - in ein Niedrigenergie­haus verwandeln. Beim Passivhaus ist das schon deutlich eingeschränkter. Legt man wiederum das Referenzhaus der EnEV 2009 als Niedrig Energie Haus zugrunde, gibt es heute viel energie­effizientere Häuser, zu denen Passivhaus und Nullenergiehaus gehören.

Die beste Energiebilanz hat das Plusenergiehaus. Dieses produziert sogar mehr Energie, als es verbraucht.

Weiterlesen zum Thema "3 Liter Haus"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Niedrigenergiehaus

Was kostet ein Holzhaus?

Uns interessiert, wieviel so ein Holzhaus ungefähr kostet. Ein Grundstück hätten wir. Wir haben leider überhaupt keine preislichen Vorstellungen. Wir stellen uns vor: ein Niedrigenergiehaus (Wärmepumpe, Photovoltaik, Pelletheizung), ca. 140qm Wohnfläche, normale Ausstattung.
Antwort von PlanSchmiede GmbH

Wir als Planungsbüro arbeiten im Bereich Holzständerbauweise mit 8 Hausherstellern zusammen, d. h. von Entwurfsplanung über Bauantragsplanung, Werkplanung bis Bauleitung. Die Kosten dieser Hersteller bewegen sich zwischen 1.600 - 2800 EUR / m² für ein Wohngebäude o. g. Grösse und mittlerer Ausstattung. Sofern man bereit ist, Eigenleistung zu erbringen (und sich das fachlich auch zutraut), kann man nochmal entsprechend sparen.

Wie meine Vorschreiber allerdings richtig angemerkt haben, ist die Frage recht pauschal gestellt, und die Nebenkosten natürlich noch von einigen anderen Faktoren abhängig.

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