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Das Niedrigenergiehaus hat viele Facetten

Für die Definition vom Niedrigenergie Haus gilt, was bereits die Wortbestandteile "Niedrig Energie Haus" aussagen - dieses Energiesparhaus ist so konzipiert, dass Bauweise sowie technische Gebäudeausstattung wie die Heiztechnik möglichst wenig Energie verbrauchen. Eine bundesweit einheitlich gültige Definition gibt es allerdings nicht.
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Niedrigenergiehaus - die EnEV ist die Minimalanforderung

Der Begriff Niedrigenergiehaus wird oft für Häuser verwendet, die den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) entsprechen. Genauer wird dieses Energiesparhaus erst definiert, wenn man verschiedene Vorgaben fürs Niedrigenergiehaus zugrunde legt:

  • Legt man die EnEV 2009 zugrunde, muss ein Niedrigenergie Haus, etwa ein neu erbautes Fertighaus, dem in Anlage 1 der Verordnung definierten Referenzhaus entsprechen. Beim Primärenergiebedarf entspricht dieses Niedrig Energie Haus dem Effizienzhaus 100.
  • Die Gütegemeinschaft energieeffiziente Gebäude e.V. vergibt ein RAL Gütezeichen fürs Niedrigenergiehaus. Die Anforderungen an Häuser, die solche Gütezeichen erhalten, sind aber höher als die der EnEV 2009. So muss etwa der Transmissionswärmeverlust (Wärmeverlust durch die Gebäudehülle) um dreißig Prozent niedriger als der von der EnEV 2009 zugelassene Höchstwert sein. Das ergibt dann etwa bei einem neu gebauten Fertighaus (freistehendes Wohnhaus) mit maximal 350 m² Gebäudenutzfläche einen Wert von maximal H′ = 0,28 W/(m2·K).  

Beispiel für ein Niedrigenergiehaus nach EnEV 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedene Definitionen und Vorgaben fürs Niedrigenergiehaus mit vielen interessanten Zusatzinformationen über die Bestandteile eines solchen Hauses bietet die kostenfreie Broschüre "Niedrigenergiehäuser" des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Niedrigenergiehaus, Passivhaus und andere verwandte Begriffe

Letztlich gilt: Das Haus mit etwa 40 – 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m²/a) Heizwärmebedarf ist ebenso ein Niedrigenergie Haus wie ein Passivhaus mit maximal 15 kWh/m²/a. Im Prinzip lassen sich alle Haustypen - ob Fertighaus oder Architektenhaus - in ein Niedrigenergie­haus verwandeln. Beim Passivhaus ist das schon deutlich eingeschränkter. Legt man wiederum das Referenzhaus der EnEV 2009 als Niedrig Energie Haus zugrunde, gibt es heute viel energie­effizientere Häuser, zu denen Passivhaus und Nullenergiehaus gehören.

Die beste Energiebilanz hat das Plusenergiehaus. Dieses produziert sogar mehr Energie, als es verbraucht.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de