All-inclusive ins schlüsselfertige Haus mit einem Bauträger

8. Januar 2021
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Haus zu bauen. Eine Art von Baupartner ist der Bauträger. Der Bauträger übernimmt hierbei praktisch alle Aspekte, die beim Hausbau eine Rolle spielen: von der Grundstückserschließung über die Bauplanung und die Durchführung. Der Bauträger übernimmt sozusagen die Rolle des Bauherren.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de
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HausbauWas leisten Bauträger?

Bauträger als Baupartner: Leistungen, Vorteile & Nachteile

Bauträger übernehmen die gesamte Bandbreite verschiedener Haustypen. Sie bauen Einfamilien­häuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser, Energeispar, Passiv- oder Effizienzhäuser. Der Bauträger übernimmt zunächst die Erschließungskosten, plant die entstehende Immobilie und erstellt das Haus. Frühestens in der Bauphase, spätestens aber nach der Fertigstellung, bewirbt der Bauträger sein Angebot und versucht einen Käufer zu finden. In einigen Fällen bieten Bauträger auch vor dem Bau einer Immobilie diese zum Kauf an. Dann kann unter Umständen auf die Ausgestaltung noch weiter Einfluss genommen werden.

 

Ein wichtiger Bestandteils bei den Verhandlungen mit einem Bauträger ist der notariell beurkundete Vertrag, der die genauen Leistungen und genaue Grundrisse enthält und auch mit eine detaillierten Kostenaufstellung aufwarten sollte.  Der Bau beginnt meist, wenn ein Großteil einer durch den Bauträger bearbeiteten Grundstücksflächen verkauft sind.

Bauträger liefern alles aus einer Hand

Der große Unterschied zu einem anderem Baupartner wie einem Architekten, Fertighausanbieter oder Bauunternehmer ist, dass der Bauträger für den Bauherren das Grundstück erwirbt und das Haus baut. Der Bauträger ist schon vor dem Bau eines Hauses quasi der Besitzer des Grundstücks. Dadurch entfällt die zeitraubende Grundstückssuche.

Dies bedingt, dass der zukünftige Eigenheimbesitzer keinerlei Kosten vor dem Kauf eines Hauses beim Bauträger hat. Im Gegensatz zum Fertighausanbieter geht der Bauträger komplett in Vorleistung. Der Bauträger ist also eine gute Wahl, wenn man sich nicht um alle Details kümmern und einen Ansprechpartner haben möchte, der für die gesamte Bauleistung verantwortlich ist.

Der Einfluss auf die Gebäude- und Raumgestaltung ist relativ gering

Ein Nachteil ist, vergleichbar mit dem Fertighausanbieter, dass der spätere Hausbesitzer wenig Einfluss auf die Ausgestaltung des Hauses hat. Insbesondere die Raumaufteilung oder die Fassadengestaltung ist meist schon vom Bauträger im fertigen Haus umgesetzt. Der Grundriss oder die Zimmerzahl kann hierdurch zum Problem werden. Somit kann man sagen, dass die große Flexibilität eines Architektenhaus nicht gegeben ist. Allerdings können durch das Paket eines Bauträgers die Hausbau Kostensehr attraktiv sein.

Eine Baufertigstellungsversicherung ist eine gute Idee, um sich gegen die Insolvenz eines Bauträgers abzusichern. Weitere Sicherheitsleistungen kann man vor Vertragsunterzeichnung mit dem Bauträger verhandeln.

Weiterlesen zum Thema "Baupartner für den Hausbau"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Bauträger

Fragen zum Kauf einer Neubau-Eigentumswohnung

Ich will mir eine Neubau Eigentumswohnung von einem Bauträger kaufen. Der Bau des Gebäudes soll in ein paar Monaten beginnen und Ende nächsten Jahres fertig gestellt werden. Folgende Fragen habe ich zum Wohnungskauf 1) In der Beschreibung der Wohnung steht, dass es sich um ein Gebäude der Energieeffizienzklasse A+ handelt. Sonst habe ich keine Angaben über die energetischen Eigenschaften. Ich habe den Bauträger bereits um die Angaben wie den Endenergiebedarf und Primärendenergiebedarf gebeten. Welche Informationen sind noch wichtig? 2) Da ich bei der Suche der Eigentumswohnung oft auch auf Wohnungen stoße, die nach dem Energiestandard KfW 55 gebaut werden, habe ich folgende Frage dazu. Welchen Unterschied gibt es wenn das Gebäude nach den Energieanforderungen der KfW 55 oder nach EnEV 2014/2016 gebaut wird. Bei welchem sind die technischen Anforderungen höher? 3) Die Baubeschreibung hat er mir schon zugesendet. In der Baubeschreibung fehlen Angaben wie Schallschutz, Wohnungsbelüftung oder genaue Anzahl der Sanitärobjekte, usw. Sie erscheint mir unvollständig. Wenn es später zur Vertragsunterzeichnung zum Notar geht, bekommt man dann eine vollständigere BB oder ist diese mir zugesandte Version schon die endgültige. 4) Was sind die wichtigsten Eigenschaften oder welche Ausstattung sollte eine Neubau Wohnung haben? Auf was sollte ich am meisten achten?
Antwort von belongo AG

Frage 1: die Primärenergieklassen werden zwischenzeitlich auch bei Gebäuden in Klassen ähnlich den von Elektrogeräten oder Autos eingeteilt.
die Energieklasse A+ bedeutet, unter 30kWh/am², was ein sehr guter Wert darstellt. Zum Vergleich: Ein passivhaus darf maximal 15 kWh/am².
verbrauchen.

Frage 2: KfW55 bedeutet, dass das Haus maximal 55% der Energie verbraucht, wie nach EnEV 2009 mindestens gefordert. KfW55 bedeutet somit im Vergleich zu EnEV2014/2016 sind nur noch ca. 30% besser, da die Anforderungen von EnEV2014 ca. 25% erhöht wurden.

Frage 3: Schallschutz: wenn nichts geregelt ist, gelten die gesetzlichen Anforderungen.
Wohnungslüftung: Der Haushersteller muß ein Lüftungskonzept vorweisen. Manche "mogeln" sich durch sagen, der Eigentümer/Bewohner kann ja regelmäßig lüften. Dies reicht heute nicht mehr als "Lüftungskonzept". Fragen Sie dediziert nach dem Lüftungskonzept. Bei der angebotenen Energieklasse A+ müsste eigentlich eine kontrollierte Lüftung (zentral oder dezentral, wahrscheinlich dezentral bei ETW) mit Wärmerückgewinnung vorhanden sein. Fragen sie nach dem verwendeten System, damit Sie auch die späteren Verbrauchskosten bzw. Wartungskosten abschätzen können. eigentlich sollte der Bauträger auch Gegenstände wie Sanitärobjekte in der BB beschreiben, da er sonst nach neuem Baurecht Gefahr läuft, das er auf seine Kosten höherwertige Teile einbauen muß, wenn Sie nicht zufrieden sind (Neues Baurecht seit 2018).

Frage 4: Das ist eine sehr subjektive Frage. Der eine ist mit einfachem Laminat zufrieden, der andere will einen Granitboden. Die Frage kann ich deshalb an dieser Stelle nicht wirklich beantworten, da sie Zuviel auf Spekulation beruhen würde.
Was genau verbaut wird, sollte eigentlich in der Baubeschreibung stehen. Übrigens: Der Bauträger muß Ihnen alle entscheidungsrelevanten Informationen (Baubeschreibung, Pläne, usw), so auch eine ausführliche Baubeschreibung mindestens 14 Tage vor Vertragsunterzeichnung aushändigen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen erst einmal weiter

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