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Wie funktionieren Gasdurchlauferhitzer?

Gasdurchlauferhitzer konkurrieren bei der Warmwasserbereitung einerseits mit Warmwasser-Speichern, andererseits mit Elektro Durchlauferhitzern. Ob sie vorteilhaft sind, hängt unter anderem von den Gegebenheiten in der jeweiligen Immobilie ab, in der sie installiert werden sollen.
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Gasdurchlauferhitzer – das Prinzip

GasdurchlauferhitzerGasdurchlauferhitzer, Bild: JunkersGasdurchlauferhitzer erwärmen Wasser, ohne es zu speichern. Im Unterschied zum elektrischen Durchlauferhitzer erwärmt das Gasgerät Wasser aber nicht mit Strom. Wärmequelle beim Gasdurchlauferhitzer ist eine mit Gas gespeiste Flamme. Durch die Verbrennung entstehen Abgase, so dass – anders als beim elektrischen Durchlauferhitzer – der Anschluss an die Gasversorgung und an eine Abgasleitung notwendig wird.

Man unterscheidet Gasdurchlauferhitzer mit permanent brennender Gasflamme und solche, bei denen Gas nur bei Bedarf mit einem Piezozünder entzündet wird. Letztere arbeiten energiesparender. Sie können mit Erdgas, aber auch mit Flüssiggas betrieben werden.

Gasdurchlauferhitzer – verschiedene Varianten

Gasdurchlauferhitzer ist nicht gleich Gasdurchlauferhitzer. Sie unterscheiden sich nicht alleine in der Art der Zündflamme, sondern auch in der Leistung. Sie liegt in der Regel zwischen 8 und 28 kW, wobei kleinere Varianten für Entnahmestellen mit geringere Entnahmemengen geeignet sind.

Für die Warmwasserversorgung einer Badewanne ist eine höhere Leistung ab etwa 20 kW nötig. Auswahlkriterien können neben der Leistung beispielsweise sein:

  • maximale Temperatur, auf die das Wasser erwärmt werden kann,
  • mögliche Warmwassermenge bei Erwärmung des Wassers um X Grad (z.B. 25 Grad Celsius),
  • maximaler Gasverbrauch in Kilogramm pro Stunde,
  • Abmessungen (Höhe, Breite, Tiefe), je nachdem, wo das Gerät installiert werden soll.  

Gasdurchlauferhitzer existieren sowohl für einzelne Entnahmestellen wie für eine Gruppenversorgung, bei der ein einzelnes Gerät mehrere Entnahmequellen versorgt. Unterschieden werden daneben Varianten mit automatischer Leistungsregulierung von manuell einstellbaren Geräten.  

Gasdurchlauferhitzer oder doch besser Strom?

Die Installation ist beim Gasdurchlauferhitzer schwieriger als beim elektrischen Durchlauferhitzer, bei dem Warmwasser mit Strom produziert wird. Gasdurchlauferhitzer benötigen zudem oft eine längere Zeit, um Wasser auf die benötigte Temperatur aufzuwärmen. Der Nachteil kann durch Gasdurchlauferhitzer mit integriertem Warmwasser-Kleinspeicher ausgeglichen werden, was allerdings zu einem erhöhten Gasverbrauch führen kann. Die Investitionskosten sind beim Gasdurchlauferhitzer meistens etwas höher. 

Deutliche Vorteile können sich bei den Energiekosten während des Betriebs des Durchlauferhitzers ergeben. Der Gasdurchlauferhitzer gilt als deutlich preisgünstiger, auch wenn Wartungskosten mit kalkuliert werden müssen. Sind die Voraussetzungen für eine Installation eines Gasdurchlauferhitzers gegeben, kann er daher oft die bessere Wahl sein.

Eine Ausnahme sind Entnahmestellen mit geringem Wasserbedarf. Hier sind elektrische Mini-Durchlauferhitzer oftmals besser geeignet. Fachbetriebe für Heiztechnik unterstützen Sie bei der Auswahl neuer Durchlauferhitzer.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de