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Studie Smart Metering – Zusammenfassung

Die ersten Schritte zur Einführung von Smart Metern sind vollzogen. Daher werden europaweit bereits zahlreiche Smart Meter Test durchgeführt. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile nicht nur eine Smart Metering Studie, die sich mit der neuen Technologie intensiv auseinandersetzt. Dabei wird die organisatorische Einbindung genauso beleuchtet wie die Wirtschaftlichkeit. Die Ergebnisse fallen zum Teil sehr unterschiedlich aus.
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Smart Metering Studie für den Stromsektor - wie handeln Verbraucher?

Seit drei Jahren sind die intelligenten Stromzähler, auch Smart Meter genannt, hierzulande serienmäßig auf dem Markt. Seitdem fahren Hersteller und Stromerzeuger in Deutschland zahlreiche Test Reihen. Bisweilen gibt es etwa 100 laufende oder abgeschlossene Projekte im Stromsektor. Den Kunden wird zur Verbrauchkontrolle meist auf einem Display der aktuelle Verbrauch angezeigt oder mit einer eintägigen Zeitverzögerung über ein Portal im Netz.

Smart Metering StudieBild: © EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2011

 

Beispiel - Smart Meter Test der EWE Energie AG

Eine exemplarische Smart Metering Studie ist der Feld Test der EWE Energie AG. In Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Allianz Energie wurde eine Testbox entwickelt, die in fast 400 Haushalten installiert wurde. Der Strom wurde viertelstündig aufgezeichnet, Erdgas stündlich. Ziel der Studie Smart Metering war es, Kundenwünsche im Umgang mit dem System und Erkenntnisse über die technische Leistungsfähigkeit zu gewinnen.

Zu Test Beginn wurden die monatlichen Verbrauchsdaten intensiv von den Haushalten genutzt. Von größerem Interesse waren für die Verbraucher die Anzeigenwerte zum Energieverbrauch und zu den Energiekosten. Umweltdaten wie CO2 Emissionen schätzen die Verbraucher als weniger bedeutsam ein. Im Durchschnitt betrug die Strom- und Erdgaseinsparung am Ende etwa 5 bis 10 Prozent.

Smart Metering Studie - finanzielle Anreize sind für Kunden wichtig

Insgesamt kommen alle Smart Meter Studien zu dem Ergebnis, dass der Kunde ohne finanzielle Anreize wenig mitmacht. Smart Home Angebote sind daher gefragt. Mit denen kann der Kunde morgens das Bad vorheizen und Bewegungsmelder oder Lichter an- und abschalten. Zudem sind variable Stromtarife gefragt, wie der bisherige Zweiphasen Tarif mit Tag / Nacht Unterscheidung. So kann der Betrieb der Waschmaschine beispielsweise auf den günstigeren Nachtstrom gelegt werden.

Eine weitere Erkenntnis aus den unterschiedlichen Tests ist, dass beim Smart Grid Energieerzeuger und –verbraucher aufeinander abgestimmt sind - die Rahmenbedingungen für einen flächendeckenden Einsatz von Smart Grid Produkten zum Smart Metering in Deutschland fehlten demnach jedoch noch.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de