Elektro Warmwasserspeicher – was zeichnet sie aus?

1. März 2021
Elektro Warmwasserspeicher erhitzen Warmwasser mit Strom, ebenso wie ein Durchlauferhitzer. Im Gegensatz zu diesen wird das Wasser allerdings gespeichert und kontinuierlich auf einer vorgegebenen Temperatur gehalten. Durch ihr Speichervolumen können Elektro Warmwasserspeicher auch mehrere Entnahmestellen versorgen. Aber wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus?
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
Jetzt Energieberater & Baupartner finden
  • Regional aktive Fachpartner vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
Strom SparenWarmwasserElektrospeicher

Elektro Warmwasserspeicher für Einzel- und Gruppenversorgung

80 Liter-Elektro-Warmwasserspeicher,
Bild: STIEBEL ELTRON
Warmwasserspeicher speichern und erhitzen Wasser, so dass es bei Bedarf verfügbar ist. Beim Elektro Warmwasserspeicher wird das Wasser mit Strom erhitzt. Zur Aufheizung des Wassers dient dabei in der Regel eine Heizspirale am Boden.

Man spricht beim Elektro Warmwasserspeicher von einem direkt beheizten Speicher. Indirekt beheizte Speicher ziehen beispielsweise durch einen Wärmetauscher Wärme aus der Heizanlage.

Elektro Warmwasserspeicher - offene und geschlossene Systeme

Beim Elektro Warmwasserspeicher unterscheidet man offene und geschlossene Geräte. Ein offener Elektro Warmwasserspeicher besitzt eine stetige Verbindung mit der Außenluft und braucht spezielle Armaturen. Innerhalb des Gerätes entsteht kein Druck. Erst bei der Entnahme von Warmwasser strömt von unten kaltes Wasser nach, das Warmwasser nach oben verdrängt.

Geschlossene Elektro Warmwasserspeicher haben stetige Verbindung zur Wasserzufuhr, weshalb innerhalb des Speichers Druck entsteht. Während offene Systeme wie viele Durchlauferhitzer für die Warmwasser-Versorgung einer einzigen Entnahmestelle gedacht sind, können geschlossene Systeme auch mehrere Entnahmestellen versorgen.

Zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung

Man unterscheidet beim Elektro Warmwasserspeicher Einzel-, Gruppen- und zentrale Warmwasser-Versorgung. Bei einer Einzelversorgung dient ein Elektro Warmwasserspeicher als Warmwasser-Lieferant für eine Entnahmestelle. Wählt man die Gruppenversorgung, hängen mehrere Entnahmestellen an einem Speicher und bei der zentralen Variante erzeugt ein Elektro Warmwasserspeicher für alle Entnahmestellen im Haus Warmwasser mit Strom. Bei solch einer Lösung sollte wie bei der Gruppenversorgung die Länge der Zuleitung zu den Entnahmestellen möglichst kurz sein, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Die Größe des Speichers sollte auf den Bedarf abgestimmt sein. Bei zentralen Geräten gilt als grober Richtwert „30 bis 50 Liter“ pro Person. Welche Art der Versorgung mit einem Elektro Warmwasserspeicher die beste ist, hängt von den Gegebenheiten im jeweiligen Haus ab. Fachbetriebe sind passende Ansprechpartner.

Was ist sparsamer – Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer?

Elektro Warmwasserspeicher halten das Wasser in der Regel permanent auf der vorab eingestellten Temperatur und verbrauchen dafür Strom. Sind sie gut auf den Bedarf abgestimmt, muss das kein Nachteil sein. Zeitschaltuhren können zudem den Energiebedarf verringern. Durchlauferhitzer verbrauchen beim Gebrauch zumeist mehr Strom, aber nur dann, wenn Warmwasser wirklich benötigt wird. Was vorteilhafter ist, kann wiederum nur im Einzelfall entschieden werden. Insbesondere bei höherem Wasserverbrauch, bei zentraler oder Gruppenversorgung und eine dem Bedarf optimal angepasste Speichergröße kann ein Elektro Warmwasserspeicher seine Vorteile ausspielen.

Wichtiges Kriterium bei der Auswahl "Durchlauferhitzer oder Elektro Warmwasserspeicher" ist der Stromverbrauch vom Durchlauferhitzer. Fachbetriebe für Heiztechnik erstellen Ihnen gerne Kostenanalysen oder rüsten ihre Heizlösung auf effizientere Technik um.

Weiterlesen zum Thema "Stromkosten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Energieberater

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Haus-Experten beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Energie.
Jetzt Frage stellen