Die Kosten elektrischer Warmwasserbereitung

Natürlich ist beim Durchlauferhitzer Stromverbrauch ein Thema. Wie hoch ist er und welchen Unterschied gibt es zwischen Durchlauferhitzer und Wärmespeicher beim Stromverbrauch? Grundsätzlich kann man erst einmal sagen: Es gibt einige Unterschiede.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
Jetzt Energieberater & Baupartner finden
  • Regional aktive Fachpartner vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
Strom SparenWarmwasserStromkosten

Durchlauferhitzer Stromverbrauch: wie hoch ist er?

Grob lässt sich der Durchlauferhitzer Stromverbrauch anhand der Maximalleistung des Geräts ermitteln. Hat der Durchlauferhitzer beispielsweise eine Leistung von 18 Kilowatt, verbraucht er bei voller Leistung 18 Kilowatt pro Stunde. Bei fünfzehn Minuten Laufzeit, um Warmwasser mit Strom zu erzeugen, ergeben sich damit 4,5 kWh.

Laut Onlineausgabe der Zeitung „Welt“ vom 13. April 2012 zahlt man in Deutschland aktuell durchschnittlich 25 Cent pro Kilowattstunde. Das macht dann umgerechnet 4,50€ pro Stunde oder knapp 1,13€ für eine Viertelstunde. Das können allerdings nur grobe Richtwerte sein. Genaueres kann ein Energieberater sagen.

Durchlauferhitzer Stromverbrauch - Beispiel „Händewaschen“

Die Seite „Stromeffizienz.de“ der Deutschen Energie Agentur vergleicht in einer Beispielrechnung fürs Händewaschen einen Mini-Durchlauferhitzer mit einem Klein-Warmwasserspeicher, der fünf Liter Wasser speichert:

  • Laut Beispielrechnung liegt der Durchlauferhitzer Stromverbrauch bei 0,17 kWh pro Tag, wenn in einem Haushalt täglich 17-mal jeweils zehn Sekunden lang die Hände gewaschen werden.
  • Bei 335 Nutztagen pro Jahr ergibt sich damit bei diesem Beispiel ein jährlicher Durchlauferhitzer Stromverbrauch von 57 kWh.
  • Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer Stromverbrauch muss beim Elektro-Warmwasserspeicher der tägliche Bereitschaftsverlust eingerechnet werden. Er ergibt sich dadurch, dass Wasser beim Speicher auch dann auf eine vorgegebene Temperatur aufgeheizt wird, wenn kein aktueller Warmwasserbedarf besteht.
  • Der zusätzliche Bereitschaftsverlust an Strom wird auf „Stromeffizienz.de“ mit 0,21 kWh pro Tag angegeben. Zusätzlich zu den 0.17 kWh täglichen Stromverbrauchs beim eigentlichen Händewaschen unter denselben Bedingungen wie beim genannten Durchlauferhitzer, ergeben sich damit 134 kWh pro Jahr. Dabei werden fürs Händewaschen 335 Tage pro Jahr, für den Bereitschaftsverlust aber 365 Tage zugrunde gelegt.

Nimmt man einen beispielhaften Preis von 24 Cent pro Kilowattstunde, ergeben sich ein jährlicher Preis für den Durchlauferhitzer Stromverbrauch von 14€ pro Jahr. Beim Klein-Warmwasserspeicher ergeben sich laut „Stromeffizienz.de“ jährlich 32,20€. Der Durchlauferhitzer ist damit die bessere Alternative.

Durchlauferhitzer Stromverbrauch - Strom sparen

Grundsätzlich sind Durchlauferhitzer mit einer genauen Einstellfunktion auf bestimmte Temperaturen besser, um einen sparsamen Durchlauferhitzer Stromverbrauch zu erreichen. So kann jeweils die Temperatur eingestellt werden, die aktuell benötigt wird. Gut sind oftmals auch möglichst kurze Wege zwischen dem Durchlauferhitzer und der Entnahmequelle, weil sich so der Wärmeverlust durch die Rohre reduziert.

Neben dem Stromverbrauch spielen natürlich auch Durchlauferhitzer Preise für das eigentliche Gerät eine Rolle bei der Entscheidung für die Art der Warmwasser-Versorgung. Heizungsfachbetriebe helfen Ihnen gern bei Wahl & Einbau eines effizienteren Gerätes.

Weiterlesen zum Thema "Mini Durchlauferhitzer"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Energieberater

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Haus-Experten beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Energie.
Jetzt Frage stellen