Warmwasser mit Strom – sinnvoll oder nicht?

Warmwasser mit Strom erzeugen – ist das sinnvoll, energiesparend? Pauschal lässt sich die Frage kaum beantworten. Wie effizient es ist, hängt von den Gegebenheiten in der jeweiligen Immobilie und den eigenen Ansprüchen ab. Fakt ist: Warmwasser mit Strom zu erzeugen, kann eine gute Alternative sein. Wir zeigen, wann Warmwasser mit Strom Sinn macht.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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Strom SparenWarmwasser

Warmwasser mit Strom – zwei grundsätzliche Prinzipien

Bild: AEG HaustechnikMan unterscheidet zwei grundsätzliche Prinzipien, Warmwasser mit Strom zu erzeugen: das Speicher- und das Durchlauferhitzerprinzip. Beim Elektro-Warmwasserspeicher wird Wasser gespeichert und in der Regel konstant auf einer vorab festgelegten Temperatur gehalten.

Wird das Wasser benötigt, steht es sofort zur Verfügung. Das gilt allerdings nur, solange der Speicher noch ausreichend aufgewärmtes Wasser enthält.

Beim Durchlauferhitzer wird dagegen nur Warmwasser mit Strom erzeugt, wenn es benötigt wird. Das kann vor allem dann bedarfsgerechter sein, wenn Warmwasser dezentral an einer Entnahmestelle und nicht regelmäßig in großen Mengen genutzt wird.

Auf die Bedingungen kommt es an!

Die Warmwasserversorgung ist generell ein Thema, über das sich Immobilien-Eigentümer Gedanken machen sollten. Inwieweit es sinnvoll ist, Geräte in diese Versorgung zu integrieren, die Warmwasser mit Strom erzeugen, kann von den baulichen Gegebenheiten in der Immobilie abhängen:

  • Eventuell ist eine zentrale Warmwasserversorgung sinnvoll, bei der alle Warmwasser-Entnahmestellen aus einer Warmwasser-Quelle gespeist werden. Liegen die Entnahmestellen weit voneinander entfernt, können aber zu hohe Wärmeverluste entstehen. Hier sind dezentrale Lösungen mit Durchlauferhitzer bisweilen durchaus praktisch.
  • Verfügt das Haus über einen Gasanschluss, ist möglicherweise ein Gasdurchlauferhitzer eine gute Wahl, falls nicht bereits eine Gasheizung verbaut ist, die diese Aufgabe mit übernehmen kann.
  • Für einzelne Entnahmestellen, bei denen nur wenig Warmwasser benötigt wird, reicht ein Mini-Durchlauferhitzer als Warmwasser-Erzeuger.

Generell eignen sich Geräte, die Warmwasser mit Strom erzeugen, für eine zentrale, eine dezentrale und eine Gruppenversorgung, bei der mehrere, aber nicht alle Entnahmestellen eines Hauses an einem Gerät hängen. Aber nicht alles Machbare ist auch sinnvoll. Wer einen Energieberater im Haus hat, sollte daher auch das Thema Warmwasser-Versorgung beim Gespräch nicht aussparen.

Warmwasser mit Strom – viel zu teuer?

Pauschal ist diese Aussage nicht richtig. Fakt ist allerdings: Strom ist nicht gerade die billigste Energie. Der Durchlauferhitzer Stromverbrauch sollte daher ebenso eine Rolle bei der Auswahl einer geeigneten Warmwasser-Versorgung spielen wie eigene Gewohnheiten als Verbraucher und bauliche Gegebenheiten. Vor allem neue Durchlauferhitzer mit elektronischer Regelung sind im Vergleich zu alten Modellen, die nur über eine hydraulische Regelung verfügen, deutlich im Vorteil.

Weiteres Auswahlkriterium sind natürlich die Durchlauferhitzer Preise. Dabei sollte man sich jedoch nicht vorschnell für ein preisgünstigeres Gerät entscheiden, das am installierten Ort verglichen mit einem anderen Gerät schlechtere Dienste leistet.

Fazit: Wer sein Haus in ein Energiesparhaus verwandeln möchte, muss die Möglichkeit, Warmwasser mit Strom zu erzeugen, nicht kategorisch ablehnen. Möchten Sie einen effizienteren oder neuen Durchlauferhitzer, können Sie über unsere kostenlose Datenbank Heizung Angebote aus ihrer Region erhalten.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Energieberater

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

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