Intelligenter Stromzähler & Smart Metering Technologie

Wie funktioniert Smart Metering und welche Vorteile hat das moderne Zählersystem? Für unsere Haustechnik von morgen und den effizienten Umgang mit Energie ist Smart Metering ein großer Schritt nach vorne. Dennoch sollte ein intelligenter Stromzähler und das Smart Metering System gründlich betrachtet werden, denn es gibt auch Nachteile.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Energie-Sparhaus.de verfasst.
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Strom SparenSmart MeterSmart Metering

Smart Metering schafft Transparenz bei den Stromkosten

Ein intelligenter Stromzähler unterscheidet sich von seinem Vorgänger, dem analogen Ferraris-Zähler, zunächst durch seine elektronische Funktionsweise. Ein Smart Meter System ermöglicht es, den individuellen Stromverbrauch zu messen, zu speichern und zu kommunizieren. Meist findet das im 15 Minutentakt statt. Zeitliche Schwankungen und Spitzenverbräuche werden damit präzise erfasst.

Smart Metering zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass zwischen Zähler und Energieverteiler eine selbstständige und bidirektionale Kommunikation stattfindet. Daher auch die Bezeichnung "Intelligenter Stromzähler". Eine Steigerung dieser Funktionalität ist die bidirektionale Kommunikation zwischen einem Smart Meter und den Haushaltsgeräten.

Smart Metering gestattet zeitnahe Verbrauchserfassung | Bild: Hager Vertriebsgesellschaft

 

Intelligenter Stromzähler: einfache Installation und Konfiguration

Für Haushalte ist die Umrüstung auf das Smart Metering System einfach. Der elektronische Zähler kann das herkömmliche Gerät ohne bauliche Veränderungen an der Hausanlage einfach ersetzen. Ein intelligenter Stromzähler kann mit weiteren intelligenten Zählern vernetzt werden, so dass beispielsweise auch Gas, Wasser und Wärme dem Smart Metering teilhaben. Stromanbieter müssen allerdings mit dem Smart Grid kompatibel sein, um mit der neuen Technik zu arbeiten.

Vorteile und Nachteile beim Smart Metering

Für den Verbraucher scheinen die Vorteile des Smart Metering zunächst zu überwiegen. Aktuelle Verbrauchsdaten können rund um die Uhr kontrolliert und aktiv gesteuert werden. Hinzu kommt die leichte und komfortable Bedienung. Der Verbraucher liest seine Verbrauchsdaten graphisch aufbereitet im Internet ab. Stromfresser können mithilfe des Smart Metering System leicht identifiziert werden. Und mit variablen Tarifen kann der Verbraucher seinen Stromverbrauch flexibel auf günstige Tarifzeiten legen und so einfacher Strom sparen.

Die Transparenz durch Intelligente Stromzähler und die Selbstkontrolle haben allerdings auch ihre Nachteile. Es besteht die Sorge vor unzureichendem Datenschutz und einer Fremdkontrolle des eigenen Energieverbrauchs.

Beim Energieversorger ergeben die genauen Informationen zum Verbrauchsverhalten wiederum Vorteile. Mit zeit- und lastabhängigen Tarifen lassen sich Verbrauchsspitzen besser planen. Und Erzeugungsanlagen können besser ausgelastet werden. Durch die Fernauslese spart der Energieerzeuger Personalkosten, die vorher für die manuelle Erfassung anfielen. Mehrere Anbieter und Versorgungsunternehmen haben bereits eine entsprechende Smart Metering Studie angefertigt.

Weitere Informationen zum Smart Metering hält unser Ratgeber für Sie bereit. Bei der Suche nach dem richtigen Gerät und beim Energiesparen beraten Sie erfahrene Energieberater gern.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Energieberater

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

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