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Was sagt das EU Energielabel aus?

Ob Kühlschrank, Spülmaschine oder Waschmaschine - wenn Sie sich ein neues Haushaltsgerät kaufen, sollten Sie unbedingt auf das EU-Energielabel achten, das seit 1998 auf jedem großen Elektrohaushaltsgerät angebracht sein muss. 2010 wurde das Label grundlegend überarbeitet. Seitdem gibt es auch die Kategorie Fernsehgeräte und die neue Energieeffizienzklasse "A+++".
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Das EU Energielabel - Energieeffizienz leichter erkennen

EU EnergielabelBild: © Europäische KommissionUm den Absatz von energieeffizienten Geräten zu fördern, hat die EU 1998 eine Richtlinie erlassen, wonach alle elektrischen Großgeräte eine Kennzeichnung der Energieverbrauchsdaten aufweisen müssen.

Das entstandene EU Energielabel ist europaweit einheitlich und enthält die wichtigsten technischen Daten für jedes Gerät wie Wasser- und Stromverbrauch, aber auch Angaben zu den Verbrauchseigenschaften, wie zum Beispiel Wasch- oder Trockenwirkung und Fassungsvermögen.

Das EU Energielabel soll dem Verbraucher helfen, auch ohne großes Fachwissen Geräte miteinander zu vergleichen hinsichtlich ihrer Sparsamkeit im Verbrauch und im Stromverbrauch berechnen. Wie gut ein Gerät die verbrauchte Energie nutzt, darüber geben die Energieeffizienzklassen Auskunft. Die Klasse "A" steht für sparsamen Stromverbrauch, die Klasse "G" für hohen Verbrauch.

Rechtliche Grundlage: Energieverbrauchkennzeichnungsverordnung

Mit der Energieverbrauchkennzeichnungsverordnung (EnVKV) und dem Energieverbrauchs­kennzeichnungs­gesetz (EnVKG) wurde die EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Die Energieverbrauchkennzeichnungs­verordnung regelt die Kennzeichnung von Haushaltsgroßgeräten mit dem EU Energielabel. Die Energieverbrauchkennzeichnungsverordnung wurde in Deutschland am 1. Juli 1997 erlassen und im Jahr 2002 erneuert.

Welche Geräte werden ausgezeichnet?

Da der Stromverbrauch von Elektrogeräten neuerer Generation deutlich geringer ist als zur Zeit der Einführung des EU Energielabel, wurden die Klassen Im Jahr 2003 und im Jahr 2010 modifiziert. Über die bislang „beste“ Energieeffizienzklasse A (1998) und A++ (2003) hinaus wird nun für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler zusätzlich die Klasse A+++ vergeben.

Für den Stromverbrauch für Fernsehgeräte wurde ein eigenes EU Energielabel mit der Klasse A als höchste Effizienzklasse geschaffen. Verpflichtend wird die Kennzeichnung bei Kühl-, Gefrier- und Fernsehgeräten ab dem 30. November 2011 und bei Waschmaschinen und Geschirrspülern ab dem 20. Dezember 2011. Für Lampen, Waschtrockner, Raumklimageräte und Elektrobacköfen gibt es EU Energielabel mit "A" als höchster Klasse.

Kritik am EU Energielabel

Das EU Energielabel sei für die Verbraucher verwirrend, weil die neu eingeführten Klassen nur für bestimmte Geräte gelten. Außerdem seien die EU Energielabel teilweise veraltet - erreicht ein Großteil der Geräte das oberste Energieeffizienzniveau, muss von der EU nachgebessert werden. Das sei nicht immer schnell genug der Fall. Die Anreize für die Industrie, sparsamere Modell zu bauen, könnten durch bessere Programme noch erhöht werden.

So schlägt  die Umweltschutzgruppe "Greenpeace" das "Top-Runner-Modell" vor, mit dem sich noch effizienter und schneller Energie sparen ließe. Dabei werden jährlich unter allen Geräten die besten 25 Prozent als „guter Standard“ definiert, nachdem sich alle Unternehmen richten sollen. Damit soll eine Ausweitung auch auf Geräte mit Motor (z.B. Rasenmäher) verbunden sein.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de