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Ökostrom im Themenüberblick

Immer mehr Kunden entscheiden sich angesichts immer neuer Pannen in Atomkraftwerken für Ökostrom. Nach einer Schätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben sich 20,8 Prozent der Kunden im ersten Halbjahr des Jahres 2011 für „grünen Strom“ entschieden. Aber was genau ist Ökostrom, welche Anbieter, Tarife und Gütesiegel gibt es?
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Ökostrom, der grüne Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Unter Ökostrom versteht man elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen stammt und auf ökologisch vertretbare Weise produziert wird. Damit wollen sich die Betreiber mit grünem Strom von endlichen fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Kohle, der Kernkraft, aber auch von umweltzerstörenden Projekten wie den gigantischen Wasserkraftanlagen in China distanzieren.

Was ist Ökostrom?

Darüber hinaus gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs Ökostrom. Nach einer Sprachregelung des „Bundesverbandes Erneuerbare Energie“ gilt als ökologischer Strom, was mindestens zur Hälfte aus regenerativen Energien, wie Windenergie, Bioenergie, Solarenergie, Hydroenergie und Geothermie stammt. Die andere Hälfte sollte aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kommen, die zum Teil noch mit fossilen Brennstoffen arbeiten. Auch konventioneller Strom kann mit Hilfe von käuflichen RECS-Zertifikaten als Ökostrom auf dem deutschen Strommarkt verkauft werden.

Ökostrom-Anbieter - der Markt wächst

Der Markt der Ökostrom Anbieter von grünem Strom ist relativ unübersichtlich. Eine der wesentlichen Fragen ist, ob der Ökostromanbieter den Bau von Neuanlagen fördert, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen. Das ist bei unabhängigen "Grüner Strom" Anbietern, die nicht von einem großen Stromkonzern abhängig sind, in der Regel der Fall. Auch kleinere, lokale Anbieter wie Stadtwerke haben zunehmend grünen Strom im Programm.

Zertifikate und Gütesiegel helfen bei der Auswahl

Will man als Kunde sicher gehen, dass grüner Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen eingekauft wird, und zudem den weiteren Ausbau regenerativer Energien fördert, sollte man auf Zertifikate und Gütesiegel achten. Nicht jedes Siegel garantiert dabei den Ausbau von regenerativen Energien. Wer ganz sicher gehen will, sollte auf das Gütesiegel „Grüner Strom Label“ achten. In der „Gold“-Variante dürfen ausschließlich erneuerbare Energiequellen oder KWK-Anlagen ohne fossile Brennstoffe genutzt werden. Auch der Handel mit Energievorteilen ist dabei untersagt.  

Ökostrom im Preisvergleich - nicht teurer als herkömmlicher Strom

Grüner Strom ist heute nur noch geringfügig teurer als konventionell erzeugter Strom, in einigen Gegenden sogar günstiger als der normale Strom. Ein Tarifvergleich auf Verbraucherportalen lohnt sich immer. Neben dem Preis sollte der Verbraucher auch auf ein strenges Gütesiegel achten, um auch wirklich einen entsprechenden Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de