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    Der hydraulische Abgleich im Themenüberblick

    Ein hydraulischer Abgleich ist eine preisgünstige Möglichkeit, das Heizungssystem zu optimieren. Einfach ausgedrückt sorgt er dafür, dass alle Heizkörper oder -elemente mit der optimalen Menge an Heizwasser versorgt werden. Heizen wird dadurch oft wesentlich energieeffizienter.
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    Hydraulischer Abgleich in wenigen Schritten

    Fehlt ein hydraulischer Abgleich, ist die Wärmeversorgung von Heizkörpern oft sehr unterschiedlich. Während Heizkörper, die nahe am Heizkessel liegen, heiß werden, ist die Temperatur bei weiter entfernt liegenden Heizkörpern oft unzureichend für ein Wohlfühlklima. Auch Heizkörper in einem Raum mit mehreren Außenwänden schaffen es eventuell nicht, ihn richtig aufzuheizen. Man kann darauf mit erhöhter Pumpenleistung oder mit einer erhöhten Vorlauftemperatur reagieren, so dass das Wasser mit mehr Druck oder höheren Anfangstemperaturen durch die Leitungen fließt. Allerdings kostet das unnötig viel Energie und ist keine befriedigende Lösung. Hinzu kommen eventuell Heizungsgeräusche durch die hohe Pumpleistung.

    Ein hydraulischer Abgleich kann die Lösung für die oben geschilderten Probleme sein. Er sorgt dafür, dass die Heizkörper in den jeweiligen Räumen des Hauses von der für sie optimalen Menge an Heizwasser durchlaufen werden und dass Heizkörper – unabhängig von ihrem Standort im Haus – die benötigte Wärme ausstrahlen. Und er macht nicht nur bei Heizkörpern Sinn: Ein hydraulischer Abgleich bei der Fußbodenheizung ist eine ebenso sinnvolle Maßnahme.

    Video: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

     

    Hydraulischer Abgleich in drei Phasen

    In der Regel durchläuft der hydraulische Abgleich die drei Phasen „Bestandsaufnahme“, „Berechnung“ und „Einstellungen an der Heizungsanlage“:

    • Bei der Bestandsaufnahme werden Daten erhoben wie die Anzahl und Größe der Heizkörper, die Größe der Räume und die jeweilige Anzahl der Außenwände. Auch der Wärmebedarf in den Räumen wird ermittelt.
    • Anschließend werden die optimalen Werte für die Wärmeverteilung im Haus mithilfe von Software errechnet.
    • Nun können voreinstellbare Thermostatventile, Umwälzpumpe und Vorlauftemperaturregelung auf Optimalwerte eingestellt werden.

    Auch für eine Einrohrheizung kann solch ein hydraulischer Abgleich sinnvoll sein.

    Im Neubau ist der Abgleich Pflicht!

    Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) fordert den hydraulischen Abgleich für Neubauten und Heizungssanierungen. Auch in der „Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB), Teil C / DIN 18 380“ ist er festgeschrieben. Schließlich ist ein hydraulischer Abgleich beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) Voraussetzung für bestimmte Arten der Förderung.

    Ein hydraulischer Abgleich – die Kosten

    Ein hydraulischer Abgleich verursacht Kosten, aber nicht allzu hohe. In der Regel amortisieren sie sich relativ schnell: Dann übersteigen die Heizkosten-Einsparungen die Höhe der Investitionen. Ist ein hydraulischer Abgleich Teil einer Gesamt-Sanierungsmaßnahme (etwa: Dämmung von Außenwand, Dach oder Geschossdecke), fördert die KfW Bankengruppe die Sanierung eventuell finanziell.

    Energieberater ermitteln vor möglichen Sanierungen sinnvolle Maßnahmen, wobei sie auch deren Wirtschaftlichkeit berücksichtigen.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de