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Wer darf einen Energieausweis erstellen?

Wer in Deutschland einen Energieausweis erstellen darf, unterscheidet sich nach dem Zweck des Energieausweises und dem untersuchten Objekt. Im Bestandsbau gelten für Dokumentations­zwecke bundesweit einheitliche Regeln. Diese werden durch die Energieein­spar­verordnung (EnEV 2014) definiert. Im Neubau gelten andere Regeln für das Ausstellen von einem Energieausweis.
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Energieausweis erstellen – Anforderungen an den Aussteller

Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV 2014, in Kraft seit 01. Mai 2014) nennt in Paragraf 21 Berechtigte, die einen Energieausweis erstellen dürfen. Grundsätzlich gilt:

  • Alle in der EnEV 2014 genannten Personengruppen, welche die dortigen Kriterien erfüllen, dürfen für Wohngebäude im Bestandsbau einen Energieausweis erstellen. Die vollständige Übersicht finden Sie hier (Link zu einer anderen Webseite).
  • Nur bestimmte der in der EnEV 2014 genannten Personengruppen, welche die definierten Kriterien erfüllen, können auch für Nichtwohngebäude einen Energieausweis ausstellen.

Energieausweis erstellenBild: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

 

Während die EnEV für Dokumentationszwecke im Bestandsbau bundesweit einheitliche Regeln aufstellt, ist die Sachlage im Neubau und im öffentlich-rechtlichen Baubereich komplexer. In diesem Fall regeln die einzelnen Bundesländer über das jeweilige Baurecht, wer einen Energieausweis erstellen kann.

EnEV 2014 regelt die Qualifikationen für Energieausweise im Bestandsbau

Zu den Gruppen, die einen Energieausweis im Wohngebäude zum Zwecke von Vermietung, Verkauf oder Aushang ausstellen dürfen, gehören Absolventen von Hoch- und Fachhochschulen in Bereichen wie Architektur und Bauingenieurwesen sowie Bauvorlageberechtigte nach Ländervorschrift. Für ein Wohngebäude kann man bei folgenden Gruppen einen Energieausweis beantragen: 

  • (Innen)ArchitektInnen, Bauingenieure, Maschinenbauer, Elektrotechniker und andere Fachrichtungen mit Ausbildungsschwerpunkten aus einem naheliegenden Bereich des energiesparenden Bauens,
  • Handwerksmeister aus Bereichen wie Bau/Ausbau oder Schornsteinfegerwesen, die eine Zusatzausbildung nach EnEV 2014 Anlage 11 erfolgreich absolviert haben,
  • oder staatl. anerkannte oder geprüfte Techniker, etwa aus dem Hochbau oder Bauingenieurwesen, die eine obige Fortbildung absolvierten bzw. öffentlich zum Sachverständigen berufen wurden.
  • Auch Energieberater, die vor dem 25. April 2007 für das "Vor-Ort-Programm" registriert waren, sind berechtigte Energieausweis Aussteller.

Bei Nichtwohngebäuden dürfen nur Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss (mit Ausnahme von Innenarchitekten) sowie die nach Länderrecht ausstellungsberechtigten Personen einen Energieausweis erstellen.

Im Neubau regeln die Bundesländer die berechtigten Energieausweis Aussteller

Wer für Neubauten einen Energieausweis erstellen lassen möchte, muss sich mit dem regionalen Baurecht auseinandersetzen - die Regeln variieren je nach Bundesland. Beispielsweise kann man in Nordrhein-Westfalen bei staatlich anerkannten Sachverständigen für Schall- und Wärmeschutz oder bei kleineren Gebäuden einem Bauvorlageberechtigten beantragen.

Für Neubauten ist das Beantragen von einem Energieausweis Pflicht. Der Energieausweis muss bedarfsorientiert gestaltet sein, ein rein verbrauchsorientierter Energieausweis ist nicht ausreichend.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Energie-Sparhaus.de